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ich finde auch, dass Du sehr überheblich rüberkommst..! Nach dem Motto: 'Seht alle her... ich habe es geschafft ohne irgendwelche Pillen'! Das ist ja sehr schön für dich!!! Herzlichen Glückwunsch dafür!!! Du solltest aber auch die Süchtigen respektieren, denen es nicht so einfach gelingt ohne eine "Krücke" (Baclofen) trocken zu werden!
Die menschen sind so unterschiedlich und es muss jeder SEINEN Weg finden! Also bitte mehr Respekt!!!
Ich kann nur von mir sagen, dass ich -- weiß Gott -- alles versucht habe um trocken zu werden! Viele Entgiftungen, zwei Langzeittherapien, Gruppenbesuche, regelmäßige Besuche bei meiner Suchttherapeutin, zweimal täglich zu den AA's.... usw.. dann folgten Versuche mit Campral und Naltrexon.... leider war die Wirkung dieser Tabletten gleich Null... In den letzten 2, 3 jahren brauchte es keinerlei Auslöser mehr, wie Stress, Ängste, Traurigkeit o. ä., um bei mir Suchtdruck auszulösen. Mein mitunter extremer Suchtdruck bescherte mir immer nur kurze Trockenphasen.
Es war ein ständiger Kampf um die Abstinenz und irgendwie kein angenehmes Leben mehr.
Hier ein Zitat von Dr. Olivier Ameisen (Das Ende meiner Sucht), kennst Du ja sicherlich:
Das Verlangen eines Süchtigen nach seinem Suchtmittel ist wie der Hunger eines Verhungernden, schreibt der suchtkranke französische Arzt Olivier Ameisen. Dieselben Hormone werden freigesetzt, dieselben Gehirnregionen aktiviert. Das Gehirn stuft Alkohol als lebensnotwendig ein. „Der Gedanke an das Suchtmittel kann sich in den ruhigsten Momenten in das Bewusstsein des Süchtigen einschleichen und schnell das ganze Denken ausfüllen“, so Ameisen. Vernunft, Scham und Selbsthass konnten ihn nicht aufhalten. Als würde ein anderer seinen Körper kontrollieren, zog er los und kaufte Schnaps, so Olivier Ameisen
Genauso war es in den letzten Jahren bei mir! Jeden Tag dieser Wahnsinn im Kopf, jeden Tag dieses Gedankenkreisen nur um den Alk.... einfach nur schrecklich. Ich wollte aufhören und konnte es nicht...
Ich bin so froh Baclofen (Empfehlung meiner Suchttherapeutin) gefunden zu haben! Welch eine Erleichterung. Ich fühle mich endlich frei von diesen Zwangsgedanken. Jetzt kann ich mich wieder auf das Leben konzentrieren, was davor ja nicht möglich war. Ja, ich würde sogar sagen, dass mich Baclofen vor dem Tod bewahrt hat....
Ich sage nochmal, Menschen sind so unterschiedlich in ihrem Suchtverhalten. Manchen benötigen eben ein Medikament auf dem Weg zur Abstinenz!!! Das ist überhaupt nicht schlimm und verwerflich.
Denk mal drüber nach!
Anemone