Beitragvon zjawax » 6. Juli 2016, 12:54
hallo und danke für die Antorten,
leider war Gestern der absolute Horror bei mir.
Angefangen hat das ganze mit Muskelzuckungen/kl.Krämpfen und Zittern von Händen und Füßen mit Schwächegefühl, daraus entwickelte sich eine heftige Panikattacke mit allem möglichen Symptomen, weil ich mir alles mögliche eingeredet habe, dass sich die beiden Medikamente nicht vertragen usw., dass ich Magnesiummangel habe, vielleicht Herzprobleme und und und, schließlich nach ca. 2 Std. Qual wollte ich nen KW rufen, aber ich entschied mich für Diazepam Tropfen, 5 Tropfen also 2,5mg und nach 20min bin ich einigermaßen zur Ruhe gekommen und ich konnte einschlafen. So eine schwere Attacke hatte ich glaube ich noch nicht gehabt und ich musste Sie mit Dia abfangen, sonst hätte ich sie einfach nicht ausgehalten.
Für mich war das mehr als ein eindeutiges Zeichen von meinem Organismus, dass irgend etwas nicht stimmt, ich konnte meinen Trinkbecher fast nicht in der Hand halten, so zittrig und geschwächt war ich in dem Moment, mein Herz war schneller als Formel 1 und geschwitz habe ich, wie in einer Sauna.
mein Ausnahmezustand dauerte leider bis spät in die Nacht (eine übliche Panikattacke ist in meinem Fall ein Witz dagegen).
Nach stundenlanger Quälerei halfen mir Diazepamtropfen und ich riskiere damit
bewusst eine Abhängigkeit (wenn überhaupt bei kurzer/kontrollierter Einnahme),
als noch mehr Schäden in meinem Gehirn bzw. Suizid.
Ich möchte die Diazepameinnahme auch gleich dafür nutzen, um das Baclofen auszuschleichen, somit kann ich daraus was gutes für meinem Körper abgewinnen. Es geht leider nicht anders, mein Kopf spielt da einfach nicht mit,
das Limit wurde gestern erreicht, traurig aber wahr... Vielleicht ist es der bessere Zeitpunkt für Baclofen, wenn ich das Mirtazapin komplett losgeworden bin, denn
wie bereits erwähnt, hat mir Bac in den ersten beiden Wochen sehr gut geholfen.
Ich finde, dass man seinem Körper und Seele an seine Grenzen treiben kann und versuchen muß rauszuholen was geht, aber nur dann, wenn man stabil ist und somit die Kraft dazu hat, ansonsten riskiert man, das der Schuss nach hinten losgeht. Dies ist/war bei mir eindeutig der Fall.
Es ist auch deswegen so schwierig, da wir alle (wie bereits von Euch erwähnt) Individualisten sind. Man kann nie wissen, wie stark und intensiv der andere Mensch seine Beschwerden eigentlich empfindet.
Empfindet sie/er die Beschwerden etwa so wie ich, vielleicht schwächer, oder sogar viel stärker ? Nicht um sonst gab uns die Mutter Natur, Betäubungsmittel,
vielleicht um uns in schwierigen Zeiten gegenseitig zu unterstützen, wer weiß...
LG Chris