Also.. ich kann nicht schlafen. Wollt den nächsten Eintrag eigentlich erst morgen machen wenn der Kopf wieder bissel mehr hergibt. Ich denk Ihr könnts verkraften. Solange ich nicht unflätig werde und Leute beleidige ist das glaub ganz in Ordnung für Euch.
Was mich jetzt antreibt? Ich möchte das mit dem "Theräpiegedöns" nochmal näher erklären. Nicht dass das jemand falsch versteht. Ich hab Therapieerfahrung. Fast 30 Jahre her seit der ersten LZ, und das war damals noch echt hardcore, war wegen h. Bin eigentlich gut weggekommen davon, aber das war wahrscheinlich eher dem Umstand zuzuschreiben dass es halt nicht im Laden um die Ecke zu kaufen war. Die haben uns natürlich vor sämtlichen Drogen gewarnt, explizit Alk. Wollt ich damals noch nix wissen davon. Undenkbar. Mal ne Tüte rauchen, sich mit der Kumpeline ein zwei Flaschen Wein reinpfeiffen. Also bitte. Macht doch jeder.
Ging schon ziemlich lange bis ich begriffen hab dass ich einfach durch und durch süchtig bin. Offen für alles. Eine Sucht wird durch ne ander kompensiert. Gerne auch mehrere gleichzeitig. Aber ich schweif vom Thema ab.
Ich hab also in rund 30 Jahren 2 LZ, 3 kürzere Aufenthalte 3-6 Wochen, 3 Entgiftungen und der ein oder ander Unfall, der nicht hätte sein müssen. Im Prinzip find ich das jetzt gar nicht so tragisch. Geht doch noch.
So, was ich eigentlich sagen wollte. Im Laufe dieser Zeit hab ich sehr wohl eine Veränderung wahrgenommen bei meinen Aufenthalten und Gesprächen. Es bewegt sich schon was. Man bemüht sich. Aber halt einfach zu einseitig wie ich finde. Wenns halt einfach mal so nicht funktioniert. Die Statistiken sind erbärmlich.
Naja diese letzte Erfahrung in der Tagesklinik hat mich einfach total aus der Bahn geworfen. Ich bin da hin wegen einem ganz tollen Arzt und meiner auch ganz tollen Suchttherapeutin. Ich hatte kein einziges Einzelgespräch. Weil ich eindeutig zu blöd bin, weil ichs nicht wert bin. Zeitmangel bei den Therapeuten. Andere mussten unbedigt reden. Drei mal am Tag. Aber ich ja nicht...
Und dann die Ergotherapeutin. Da war eine super liebe Frau. Eine Bauersfrau. Den riesen Bauernhof total modernisiert mit Tochter und Schwiegersohn. Die hat Sachen mitgebracht aus ihrem Hofladen. Bärlauchpesto. Wurst, Eier, Marmelade usw halt. Die Ergotherapeutin hat sie in die Küche gerufen und ihr gesagt dass sie den Kühlschrank nicht korrekt eingeräumt hat...sie war da grad Kühlschrankbeauftragte
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und den Kuchen hat sie wohl auch nicht richtig gemacht. Könnt noch die ein oder andere Begebenheit aufzählen. Da hats mir dann einfach gereicht. Das hat nix mehr mit Provokationstherapie oder wie immer das auch heisst zu tun. Das ist einfach nur scheisse.
Das war jetzt auch recht viel Gedöns von mir. Wollte damit eigentlich nur nochmal sagen dass mir selbstverständlich bewusst ist dass ich an mir arbeiten muss und auch möchte. Aber wenns doch da ne Krücke gibt dies ein bissel leichter macht... ein Versuch ist das allemal wert, was kann passieren
Ach ja, eins noch, hab damals tatsächlich in Erwägung gezogen ne Ausbildung zur Ergotherapeutin zu machen,
dachte ich könne das besser
Na dann, mal schauen ob ich mich morgen über mich ärgere.
Grüße A.