Alkoholsucht meines Bruders
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Alkoholsucht meines Bruders
Hallo zusammen, ich bin auf der Suche nach einem Arzt der Bac verschreibt. Mein Bruder ist schwer Alkoholabhängig seit ca. 20 Jahren. Diverse Entzüge darunter im letzten Jahr eine 4 Monatige Therapie hatten keinen Erfolg. Werend der letzten Therapie fing er in der letzten Woche an zu trinken und wurde aus der Klinik sofort entlassen. Zum Eingliedeungstermin beim Arbeitgeber war er betrunken und bekam die Kündigung. Seit dem gibt es keinen Halt mehr, von morgens bis Abends Votka und Bier bis zum umfallen. Vor 2,5 Wochen hatte er einen Termin beim Arbeitsamt zu dem ich ihn begleitet habe. Er war schon um 7,30 total betrunken aber ich habe darauf bestanden das er mitgeht. Auf dem Parkplatz vom Amt ist er mir zusammen gebrochen und kam nicht mehr auf die Beine.
Ich musste einen Krankenwagen kommen lassen. Im Kh Blutprobe um 11 Uhr 3,3 Promille. Am Späten Nachmittag waren wir wieder in seiner Wohnung, allerdings konnte er immer noch nicht gut laufen und ich wollte das er mit zu mir kommt, dass lehnte er ab undzeigte mir das er klar kommt und um 19 Uhr fuhr ich heim. Am nächsten Morgen war ich um 8.30 bei ihm er hatte ein Delir, und ich rief den Notarzt. Werend der Notarzt auf dem Weg war bekam mein Bruder einen Epileptischen Anfall und dann fing er an zu Krämpfen. Er kam wieder ins Krankenhaus und wird morgen entlassen.
Er weiß von dem Morgen nichts aber er kann immer noch nicht laufen nur am Rollator. Wir haben in der letzten Woche seit er klar ist viel gesprochen und er sagt das er nicht mehr trinken möchte und es gerne mit Bac versuchen will. Ich habe solche Angst das wir keinen Arzt finden und er, sobald er kann wieder trinkt. Bitte, bitte helft uns ich möchte nicht das mein Bruder stirbt
Ich musste einen Krankenwagen kommen lassen. Im Kh Blutprobe um 11 Uhr 3,3 Promille. Am Späten Nachmittag waren wir wieder in seiner Wohnung, allerdings konnte er immer noch nicht gut laufen und ich wollte das er mit zu mir kommt, dass lehnte er ab undzeigte mir das er klar kommt und um 19 Uhr fuhr ich heim. Am nächsten Morgen war ich um 8.30 bei ihm er hatte ein Delir, und ich rief den Notarzt. Werend der Notarzt auf dem Weg war bekam mein Bruder einen Epileptischen Anfall und dann fing er an zu Krämpfen. Er kam wieder ins Krankenhaus und wird morgen entlassen.
Er weiß von dem Morgen nichts aber er kann immer noch nicht laufen nur am Rollator. Wir haben in der letzten Woche seit er klar ist viel gesprochen und er sagt das er nicht mehr trinken möchte und es gerne mit Bac versuchen will. Ich habe solche Angst das wir keinen Arzt finden und er, sobald er kann wieder trinkt. Bitte, bitte helft uns ich möchte nicht das mein Bruder stirbt
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Re: Alkoholsucht meines Bruders
Hallo Spearmint,
Herzlichen willkommen hier im Forum.
Die Umstände die du beschreibst kommen mir so bekannt vor.
Mein Bruder hat mich auch gefunden und mir damit mein Leben gerettet.
Hätte er nicht geistesgegenwärtig reagiert wäre ich heute tot.
Ich bin damals mit 4,6 Promille auf der Intensivstation gelandet.
Bei mir hat auch keine herkömmliche Therapie geholfen. Erst durch Baclofen + Wille habe ich es geschafft meine Alkoholkrankheit zum Stillstand zu bringen.
Von daher sollten Du und dein Bruder nicht die Hoffnung aufgeben.
Um einen Arzt vorgeschlagen zu bekommen schreibe bitte unserem Administrator DonQuixote
eine PN mit der Angabe deiner Postleitzahl.
Er schaut dann in unserer Ärzte Liste nach welcher Arzt für deinen Bruder passen könnte und meldet sich dann zeitnah bei dir.
Bis dahin alles gute für dich und deinen Bruder...
Chinaski
Herzlichen willkommen hier im Forum.
Die Umstände die du beschreibst kommen mir so bekannt vor.
Mein Bruder hat mich auch gefunden und mir damit mein Leben gerettet.
Hätte er nicht geistesgegenwärtig reagiert wäre ich heute tot.
Ich bin damals mit 4,6 Promille auf der Intensivstation gelandet.
Bei mir hat auch keine herkömmliche Therapie geholfen. Erst durch Baclofen + Wille habe ich es geschafft meine Alkoholkrankheit zum Stillstand zu bringen.
Von daher sollten Du und dein Bruder nicht die Hoffnung aufgeben.
Um einen Arzt vorgeschlagen zu bekommen schreibe bitte unserem Administrator DonQuixote
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Er schaut dann in unserer Ärzte Liste nach welcher Arzt für deinen Bruder passen könnte und meldet sich dann zeitnah bei dir.
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Re: Alkoholsucht meines Bruders
Der "Klick" waren bei mir die Halluzinationen in Verbindung mit meinem abgewrackten Körper, die Erkenntnis über die Hilflosigkeit gegenüber dem Alk und dass meine Frau trotz Allem zu mir gehalten hat. Was ich brauchte, waren zwei Wochen Entgiftung und Ruhe, um nachdenken zu können - nüchtern nachdenken. Die 14 Tage vor dem Zusammenbruch waren grausam, da hab ich mir sogar nen Liter Wein mit auf Arbeit genommen und "heimlich" im Büro gesoffen um überhaupt einigermaßen über die Runden zu kommen und mir nach der Arbeit auf dem Heimweg als erstes mal ne Flasche Wodka kaufen zu können, ohne das Geld an der Kasse vor lauter Zittern durch die Gegend zu schmeißen.
Naja und dann zu Hause erst mal alles an Alk raus - meine Frau hat da mitgezogen- sinnvolle Freizeitbeschäftigung gesucht (Sport), auf Arbeit und bei guten Freunden gesagt, was wirklich mit mir los ist - die meisten konnten sich das denken. Auf Arbeit und bei Bekannten Bescheid zu sagen, das war auch bissl Selbstschutz. Wenn alle wissen was los ist, wäre es mir erst mal peinlich, wieder mit 'ner Fahne aufzutauchen. Und erst mal alles gemieden, wo ich und wobei ich gesoffen habe. Also zum Beispiel nicht mehr allein stundenlang bei lauter Musik (Kopfhörer) vor dem Computer sitzen und Ähnliches. Und es hat sich alles herrlich "eingeschliffen", ich wüsste zur Zeit nicht, was sich mit Alk - auch wenn's nur ein Glas wäre - verbessern sollte.
Naja und dann zu Hause erst mal alles an Alk raus - meine Frau hat da mitgezogen- sinnvolle Freizeitbeschäftigung gesucht (Sport), auf Arbeit und bei guten Freunden gesagt, was wirklich mit mir los ist - die meisten konnten sich das denken. Auf Arbeit und bei Bekannten Bescheid zu sagen, das war auch bissl Selbstschutz. Wenn alle wissen was los ist, wäre es mir erst mal peinlich, wieder mit 'ner Fahne aufzutauchen. Und erst mal alles gemieden, wo ich und wobei ich gesoffen habe. Also zum Beispiel nicht mehr allein stundenlang bei lauter Musik (Kopfhörer) vor dem Computer sitzen und Ähnliches. Und es hat sich alles herrlich "eingeschliffen", ich wüsste zur Zeit nicht, was sich mit Alk - auch wenn's nur ein Glas wäre - verbessern sollte.
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Re: Alkoholsucht meines Bruders
Ich glaube, es ist AUCH eine Umkonditionierung. Uns wurde doch schon als Kind gesagt: "Wenn du mal groß bist, dann DARFST du das auch". Es war, jedenfalls bei mir, etwas Besonderes. So ein Quatsch!!!!!!!!!!!
Noch vor einigen Jahren war es normal, in einem Restaurant zu rauchen, heute fast unmöglich. Ich nenne das "kollektive Umprogrammierung". Das geht auch, bis zu einem gewissen Grad, bei Alkohol. Mein Umdenken hat mit dem Buch "Alkohol hat mich belogen" stattgefunden. Seit dem empfinde ich Nichttrinken als etwas sehr Besonderes. Ist es ja auch, machen die Wenigsten in unserer Gesellschaft
. Ich fühlte mich privilegiert. 3 Jahre lang hat das funktioniert.
Leider gibt es da noch die physische Komponente, die man sich als Alkoholiker angetrunken hat. Das Gehirn macht da leider nicht mit. Das Belohnungssystem ist anscheinend soweit verändert, dass schon beim Anblick eines Glases Wein, oder nur beim Hören des Wortes Wein, so ist es bei mir, Dopamin ausgeschüttet wird. Und schon ist kein Halten mehr...
Genau da, soll ja Baclofen ansetzen.
Ich bin auf dem Weg und wünsche allen hier einen erfolgreichen Weg!!!!!
Noch vor einigen Jahren war es normal, in einem Restaurant zu rauchen, heute fast unmöglich. Ich nenne das "kollektive Umprogrammierung". Das geht auch, bis zu einem gewissen Grad, bei Alkohol. Mein Umdenken hat mit dem Buch "Alkohol hat mich belogen" stattgefunden. Seit dem empfinde ich Nichttrinken als etwas sehr Besonderes. Ist es ja auch, machen die Wenigsten in unserer Gesellschaft

Leider gibt es da noch die physische Komponente, die man sich als Alkoholiker angetrunken hat. Das Gehirn macht da leider nicht mit. Das Belohnungssystem ist anscheinend soweit verändert, dass schon beim Anblick eines Glases Wein, oder nur beim Hören des Wortes Wein, so ist es bei mir, Dopamin ausgeschüttet wird. Und schon ist kein Halten mehr...
Genau da, soll ja Baclofen ansetzen.
Ich bin auf dem Weg und wünsche allen hier einen erfolgreichen Weg!!!!!
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Re: Alkoholsucht meines Bruders
Wer aus meinen Texten nicht herauslesen kann, dass ich aus persönlicher Erfahrung schreibe, wird mich sowieso missverstehen.
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Re: Alkoholsucht meines Bruders
An lucidare: ich bekomme das noch nicht hin, mit Zitaten...
Das Suchtgedächntnis ist kein Suchtgedächtnis, sondern nur die Unfähigkeit Situationen zu ertragen.
Baclofen hilft diese Situationen zu ertragen.
Wie meinst du das? Ich habe den Hinweis auf den Ansatz der möglichen Wirkung von Baclofen in einem Bericht gesehen. Es klang logisch. Aber es war nicht die Rede davon, dass es hilft, Situationen zu ertragen, sondern dass es direkt im Gehirn dort ansetzt, wo das Belohnungssystem angesiedelt ist. Dies soll, angeblich, sogar optisch darstellbar sein. Es klang logisch. Ich möchte es nicht so zitiert haben, das es SO IST. Nur so, wie ich es verstanden habe. Und es hörte sich logisch an. Es unterdrückt das Belohnungssystem und damit den Grund des Trinkens, das Belohnen. Wenn also die Belohnung ausbleibt, macht es keinen Sinn mehr zu trinken.
Hier der Link zu dem Film: https://youtu.be/QEON86EtqRQ / das mit dem Zahlencode verstehe ich leider nicht. Ab Minute 24 geht es um dieses Thema.
Was meinst du genau?
LG
Das Suchtgedächntnis ist kein Suchtgedächtnis, sondern nur die Unfähigkeit Situationen zu ertragen.
Baclofen hilft diese Situationen zu ertragen.
Wie meinst du das? Ich habe den Hinweis auf den Ansatz der möglichen Wirkung von Baclofen in einem Bericht gesehen. Es klang logisch. Aber es war nicht die Rede davon, dass es hilft, Situationen zu ertragen, sondern dass es direkt im Gehirn dort ansetzt, wo das Belohnungssystem angesiedelt ist. Dies soll, angeblich, sogar optisch darstellbar sein. Es klang logisch. Ich möchte es nicht so zitiert haben, das es SO IST. Nur so, wie ich es verstanden habe. Und es hörte sich logisch an. Es unterdrückt das Belohnungssystem und damit den Grund des Trinkens, das Belohnen. Wenn also die Belohnung ausbleibt, macht es keinen Sinn mehr zu trinken.
Hier der Link zu dem Film: https://youtu.be/QEON86EtqRQ / das mit dem Zahlencode verstehe ich leider nicht. Ab Minute 24 geht es um dieses Thema.
Was meinst du genau?
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Re: Alkoholsucht meines Bruders
Wer aus meinen Texten nicht herauslesen kann, dass ich aus persönlicher Erfahrung schreibe, wird mich sowieso missverstehen.
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Re: Alkoholsucht meines Bruders
Klasse Beitrag, Lucidare.
Ich reflektiere gerne den Moment des Suchtdrucks. Er kommt und geht auch wieder.
Hier bieten sich Skills an für ein schnelles Umdenken. Ein sog. Switch. Alkohol trinken wollen ersetze ich abends gerne durch Tee trinken. Das kann man auch etwas zelebrieren, so dass das Belohnungssystem davon auch was mitbekommt.
Ich reflektiere gerne den Moment des Suchtdrucks. Er kommt und geht auch wieder.
Hier bieten sich Skills an für ein schnelles Umdenken. Ein sog. Switch. Alkohol trinken wollen ersetze ich abends gerne durch Tee trinken. Das kann man auch etwas zelebrieren, so dass das Belohnungssystem davon auch was mitbekommt.
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1236: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable
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