.....heute ist der Tag "X", an dem ich aktiv was tu und meinem Leben eine neue Richtung geben werde!
Ich habe ein Alkoholproblem und ich rede es nicht mehr schön und verdrängen werde ich es auch nicht mehr. Es ist Zeit Verantwortung zu übernehmen mir wieder gut zu tun und nicht zu flüchten.
Viele Versuche hinter mir, es alleine in den Griff zu bekommen, es gab auch Zeiten da war es nicht präsent, kein Bedarf nach Alkohol.
Auch ich habe immer nur abends Verlangen nach Wein oder Sekt, nie tagsüber.
Schön hier zu sein.
Ein besonderer Tag für mich.....
-
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Re: Ein besonderer Tag für mich.....
Hallo Woelfle!
Herzlich willkommen im Forum
! Schön, dass Du da bist
.
Ich glaube, von diesen ungezählten Versuchen, alleine vom Alkohol los zu kommen, können viele ein Lied singen. Selbst bei professionellen Therapien kennen wir dieses leidige "Drehtürenproblem" (Therapie, Rückfall, Therapie, Rückfall...). Dass so ein hoher Prozentsatz der Patienten nach der Therapie wieder rückfällig wird, ist m. E. der weitläufigen Unterschätzung des Cravings geschuldet. Man lernt in den Wochen unter der "Käseglocke" zwar mitunter vorbildlich, in welchen Situationen man gefährdet ist, was man außer Alkohol zu trinken stattdessen tun könnte, wie man alternativ Entspannung findet und schreibt das auch alles brav auf sein "Notfallkärtchen"...nur geht einem dieses Kärtchen im Ernstfall - wenn sich im Kopf längst nur noch alles um das eine dreht - gelinde gesagt am Allerwertesten vorbei, weil der Kopf zu rationalen Gedanken gar nicht mehr fähig ist.
Hier kann Baclofen helfen. Es ist zwar keine Wunderpille, die man schluckt und alles wird von alleine gut. Das Medikament kann aber die ständigen Gedanken an Alkohol und das unbändige Verlangen, das über kurz oder lang dazu führt, dass Betroffene wieder zur Flasche greifen und rückfällig werden, eindämmen.
Baclofen schlägt einem das Glas also nicht aus der Hand, aber es kann Betroffenen die Entscheidungsfreiheit zurück geben: Im Idealfall MUSS man nicht mehr zwingend trinken, weil man gegen das Verlangen machtlos ist. Man KANN sich wieder frei entscheiden, ob man trinken möchte, oder ob man es lieber lässt. Stattdessen braucht es dann natürlich andere Alternativen, die einem das geben, was bislang der Alkohol geleistet hat. Belohnung, Entspannung, "Kicks", "Glücksgefühle", Hemmungslosigkeit, Ausschalten von Ängsten, etc...Alkohol kann viele Funktionen übernehmen.
Das ist dann die eigentliche "Arbeit an sich selbst", an der über kurz oder lang niemand vorbei kommt. Dafür kann Baclofen den Kopf frei machen - nicht mehr, aber auch nicht weniger
.
Weil ich nicht genau weiß, wie weit Du schon in der Materie "drin" steckst, sind hier zunächst mal ein paar Links mit Informationen zu Baclofen:
Einen ersten Überblick rund um das Medikament findest Du in unserer Rubrik , konkreter im und .
Lesenswert und aufschlussreich ist auch der Artikel , den man auch finden kann.
Genaueres zur Dosierung und Therapie steht im .
Desweiteren lohnt sich die Lektüre des Buches . Der Kardiologe Olivier Ameisen war selbst betroffen und hat Baclofen als Therapieoption bei Abhängigkeitserkrankungen (wieder)entdeckt. Das Buch ist spannend zu lesen! Du kannst die E-Book-Version des Buches auch kostenlos über dieses Forum "ausleihen". Bei Interesse schreibe bitte einfach eine an @DonQuixote.
Hast Du denn konkret vor, es mit einer Baclofen-Therapie zu probieren? Wie viel trinkst Du denn abends im Moment? Und: Hättest Du denn gegebenenfalls einen Arzt, der Dich begleiten könnte?
Das wird aus Deinem Posting nicht ganz ersichtlich
. Wenn Du magst, kannst Du das gerne noch ein bisschen konkretisieren. Dann können wir Dir auch besser weiterhelfen
.
Alles Gute einstweilen!
Papfl
Herzlich willkommen im Forum
![hi_bye [hi_bye]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/bye.gif)
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Ich glaube, von diesen ungezählten Versuchen, alleine vom Alkohol los zu kommen, können viele ein Lied singen. Selbst bei professionellen Therapien kennen wir dieses leidige "Drehtürenproblem" (Therapie, Rückfall, Therapie, Rückfall...). Dass so ein hoher Prozentsatz der Patienten nach der Therapie wieder rückfällig wird, ist m. E. der weitläufigen Unterschätzung des Cravings geschuldet. Man lernt in den Wochen unter der "Käseglocke" zwar mitunter vorbildlich, in welchen Situationen man gefährdet ist, was man außer Alkohol zu trinken stattdessen tun könnte, wie man alternativ Entspannung findet und schreibt das auch alles brav auf sein "Notfallkärtchen"...nur geht einem dieses Kärtchen im Ernstfall - wenn sich im Kopf längst nur noch alles um das eine dreht - gelinde gesagt am Allerwertesten vorbei, weil der Kopf zu rationalen Gedanken gar nicht mehr fähig ist.
Hier kann Baclofen helfen. Es ist zwar keine Wunderpille, die man schluckt und alles wird von alleine gut. Das Medikament kann aber die ständigen Gedanken an Alkohol und das unbändige Verlangen, das über kurz oder lang dazu führt, dass Betroffene wieder zur Flasche greifen und rückfällig werden, eindämmen.
Baclofen schlägt einem das Glas also nicht aus der Hand, aber es kann Betroffenen die Entscheidungsfreiheit zurück geben: Im Idealfall MUSS man nicht mehr zwingend trinken, weil man gegen das Verlangen machtlos ist. Man KANN sich wieder frei entscheiden, ob man trinken möchte, oder ob man es lieber lässt. Stattdessen braucht es dann natürlich andere Alternativen, die einem das geben, was bislang der Alkohol geleistet hat. Belohnung, Entspannung, "Kicks", "Glücksgefühle", Hemmungslosigkeit, Ausschalten von Ängsten, etc...Alkohol kann viele Funktionen übernehmen.
Das ist dann die eigentliche "Arbeit an sich selbst", an der über kurz oder lang niemand vorbei kommt. Dafür kann Baclofen den Kopf frei machen - nicht mehr, aber auch nicht weniger
![smile [smile]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/smile.gif)
Weil ich nicht genau weiß, wie weit Du schon in der Materie "drin" steckst, sind hier zunächst mal ein paar Links mit Informationen zu Baclofen:
Einen ersten Überblick rund um das Medikament findest Du in unserer Rubrik , konkreter im und .
Lesenswert und aufschlussreich ist auch der Artikel , den man auch finden kann.
Genaueres zur Dosierung und Therapie steht im .
Desweiteren lohnt sich die Lektüre des Buches . Der Kardiologe Olivier Ameisen war selbst betroffen und hat Baclofen als Therapieoption bei Abhängigkeitserkrankungen (wieder)entdeckt. Das Buch ist spannend zu lesen! Du kannst die E-Book-Version des Buches auch kostenlos über dieses Forum "ausleihen". Bei Interesse schreibe bitte einfach eine an @DonQuixote.
Hast Du denn konkret vor, es mit einer Baclofen-Therapie zu probieren? Wie viel trinkst Du denn abends im Moment? Und: Hättest Du denn gegebenenfalls einen Arzt, der Dich begleiten könnte?
Das wird aus Deinem Posting nicht ganz ersichtlich
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Alles Gute einstweilen!
Papfl
„Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt."
Albert Einstein (1879 - 1955)
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Re: Ein besonderer Tag für mich.....
Hallo lieber Papfl,
hier noch mehr Details zu meiner momentanen Situation:
ich wünsche mir eine "Starthilfe", so habe ich auch meine Depressionen überwunden, für den Anfang wenn man es zunächst nicht im Alleingang schafft. Daher möchte ich die Baclofen-Therapie unbedingt machen.
Es ist mittlerweile eine Flasche Wein abends und es zieht so viel nach sich, das will und kann ich nicht mehr. Nein, ich habe mich noch keinem Arzt anvertraut. Ich bin auf der Suche nach einem Arzt, der mich diesbezüglich beraten und begleiten kann.
Freue mich auf Erfahrungsaustausch und vielen Dank für die ausführliche Info und Begrüssung
herzlich Woelfle
hier noch mehr Details zu meiner momentanen Situation:
ich wünsche mir eine "Starthilfe", so habe ich auch meine Depressionen überwunden, für den Anfang wenn man es zunächst nicht im Alleingang schafft. Daher möchte ich die Baclofen-Therapie unbedingt machen.
Es ist mittlerweile eine Flasche Wein abends und es zieht so viel nach sich, das will und kann ich nicht mehr. Nein, ich habe mich noch keinem Arzt anvertraut. Ich bin auf der Suche nach einem Arzt, der mich diesbezüglich beraten und begleiten kann.
Freue mich auf Erfahrungsaustausch und vielen Dank für die ausführliche Info und Begrüssung
herzlich Woelfle

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Re: Ein besonderer Tag für mich.....
„Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt."
Albert Einstein (1879 - 1955)
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Re: Ein besonderer Tag für mich.....
Hallo Woelfle
Papfl hat schon recht, es ist nicht so einfach, auf eigene Faust einen Baclofen verschreibenden Arzt zu finden. Danke für Deine , eine Mail mit ging soeben raus, und zwar an <s******m@freenet.de>. Ganz viel Erfolg wünscht Dir schon mal
DonQuixote
Papfl hat schon recht, es ist nicht so einfach, auf eigene Faust einen Baclofen verschreibenden Arzt zu finden. Danke für Deine , eine Mail mit ging soeben raus, und zwar an <s******m@freenet.de>. Ganz viel Erfolg wünscht Dir schon mal
DonQuixote
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[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1236: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable
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