Ich bin neu hier
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Ich bin neu hier
Hallo,
ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 51 Jahre alt und habe 4 Kinder groß gezogen. Ein Kind lebt noch bei mir. Ich bin ganztags berufstätig. Seit meiner Jugend habe ich ein Alkoholproblem und bin seit vielen Jahren abhängig. Ich trinke täglich Abends 4-6 Bier 0,5 Liter.
Ich habe noch nie einen Entzug gemacht. Ich kann nicht weg, weil ich einen Hund habe, den ich bei niemand unterbringen kann. Außerdem kann ich mich nicht outen, weil ich sich sonst meine Arbeit verlieren würde.
Außer meiner Familie weiß niemand, dass ich trinke. Jedenfalls hat mich noch niemand darauf angesprochen.
Das Medikament Baclofen macht mir Hoffnung, dass ich einen ambulanten Entzug schaffen könnte. Ich möchte mein Leben wieder in den Griff bekommen. Früher habe ich wegen Probleme getrunken, in den letzten Jahre nur aus Gewohnheit und Sucht. Ich habe eine Angstphobie beim Fahren entwickelt, darunter leide ich sehr. Ich möchte wieder mobil sein. Ich kann nicht mehr Autobahn fahren.
Es tut gut, hier zu lesen und dabei zu sein.
ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 51 Jahre alt und habe 4 Kinder groß gezogen. Ein Kind lebt noch bei mir. Ich bin ganztags berufstätig. Seit meiner Jugend habe ich ein Alkoholproblem und bin seit vielen Jahren abhängig. Ich trinke täglich Abends 4-6 Bier 0,5 Liter.
Ich habe noch nie einen Entzug gemacht. Ich kann nicht weg, weil ich einen Hund habe, den ich bei niemand unterbringen kann. Außerdem kann ich mich nicht outen, weil ich sich sonst meine Arbeit verlieren würde.
Außer meiner Familie weiß niemand, dass ich trinke. Jedenfalls hat mich noch niemand darauf angesprochen.
Das Medikament Baclofen macht mir Hoffnung, dass ich einen ambulanten Entzug schaffen könnte. Ich möchte mein Leben wieder in den Griff bekommen. Früher habe ich wegen Probleme getrunken, in den letzten Jahre nur aus Gewohnheit und Sucht. Ich habe eine Angstphobie beim Fahren entwickelt, darunter leide ich sehr. Ich möchte wieder mobil sein. Ich kann nicht mehr Autobahn fahren.
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Re: Ich bin neu hier
Hallo Maya10!
Herzlich willkommen im Forum.
Was weißt Du schon über Baclofen? Kennst Du das Buch von Olivier Ameisen (s. auch )?
Einen ersten Überblick über das Medikament bietet unsere Rubrik und unser . Hier findest Du auch Infomaterial, das Du gegebenenfalls Deinem Arzt geben kannst, falls dieser für eine Verschreibung von Baclofen in Frage kommen könnte.
Wenn Du nicht zu Deinem jetzigen Arzt gehen möchtest (Stichwort: Outing) - was ich durchaus nachvollziehen kann - findet sich vielleicht auch eine Adresse auf unserer . Dazu müsstest Du eine persönliche Nachricht (PN) zukommen lassen und ihm Deine Postleitzahl/Bundesland nennen, damit er nachschauen kann, ob wir einen Arzt in Deiner Nähe kennen. Das genaue Prozedere ist aber auch im Thread nochmal erklärt.
Ansonsten glaube ich anhand Deiner kurzen Vorstellung, dass Baclofen Dir helfen kann. Gut möglich, dass Du schon relativ schnell erste Erfolge feststellen wirst. Sowohl was Deine Angst als auch Deinen Alkoholkonsum resp. das Craving betrifft. Wobei ich mit dem Autofahren am Anfang noch etwas vorsichtig sein würde, bis sich Dein Körper an das Medikament gewöhnt hat bzw. Du einschätzen kannst, wie Du auf Baclofen reagierst.
Wie schätzt Du Dich sonst ein? Kannst Du Deinen jetzigen Alkoholkonsum (4-6 Bier) reduzieren? Zum Beispiel heute 4, morgen 3, übermorgen 2 etc.? Die Erfahrung hat gezeigt, dass Baclofen um einiges besser "funktioniert", wenn man abstinent mit der Therapie beginnt. Ideal wäre es deshalb, wenn Du Dich - während Du Dich parallel um die Verschreibung bzw. einen Arzt/Rezept kümmerst - langsam "runtertrinken" würdest.
Wenn das nicht klappen sollte, ist es auch nicht tragisch. Dann eben nach dem Prinzip: Alkohol ausschleichen - Baclofen parallel langsam einschleichen. Kannst ja schon mal überlegen, welcher Weg für Dich eher in Frage kommt.
Du findest hier ja auch viele Erfahrungsberichte und Infos, wie's die anderen gemacht haben. Für Einsteiger halte ich die "White Box" (kann man runterladen) auch immer für sehr motivierend. Darin findest Du Fallbeispiele für den Verlauf der Baclofen-Therapie anhand von Selbstbeschreibungen im Zeitraum bis 26 Monate.
Mit der Anmeldung im Forum und der Einsicht, dass Du für Dich etwas ändern willst, hast Du jedenfalls schon mal die ersten wichtigen Schritte unternommen. Bei den folgenden begleiten wir Dich gerne. Und traue Dich ruhig zu fragen, wenn Du was auf dem Herzen hast. Wir kennen die Unsicherheit alle noch gut aus unserer eigenen Anfangsphase.
Alles Gute einstweilen,
Papfl
Herzlich willkommen im Forum.
Was weißt Du schon über Baclofen? Kennst Du das Buch von Olivier Ameisen (s. auch )?
Einen ersten Überblick über das Medikament bietet unsere Rubrik und unser . Hier findest Du auch Infomaterial, das Du gegebenenfalls Deinem Arzt geben kannst, falls dieser für eine Verschreibung von Baclofen in Frage kommen könnte.
Wenn Du nicht zu Deinem jetzigen Arzt gehen möchtest (Stichwort: Outing) - was ich durchaus nachvollziehen kann - findet sich vielleicht auch eine Adresse auf unserer . Dazu müsstest Du eine persönliche Nachricht (PN) zukommen lassen und ihm Deine Postleitzahl/Bundesland nennen, damit er nachschauen kann, ob wir einen Arzt in Deiner Nähe kennen. Das genaue Prozedere ist aber auch im Thread nochmal erklärt.
Ansonsten glaube ich anhand Deiner kurzen Vorstellung, dass Baclofen Dir helfen kann. Gut möglich, dass Du schon relativ schnell erste Erfolge feststellen wirst. Sowohl was Deine Angst als auch Deinen Alkoholkonsum resp. das Craving betrifft. Wobei ich mit dem Autofahren am Anfang noch etwas vorsichtig sein würde, bis sich Dein Körper an das Medikament gewöhnt hat bzw. Du einschätzen kannst, wie Du auf Baclofen reagierst.
Wie schätzt Du Dich sonst ein? Kannst Du Deinen jetzigen Alkoholkonsum (4-6 Bier) reduzieren? Zum Beispiel heute 4, morgen 3, übermorgen 2 etc.? Die Erfahrung hat gezeigt, dass Baclofen um einiges besser "funktioniert", wenn man abstinent mit der Therapie beginnt. Ideal wäre es deshalb, wenn Du Dich - während Du Dich parallel um die Verschreibung bzw. einen Arzt/Rezept kümmerst - langsam "runtertrinken" würdest.
Wenn das nicht klappen sollte, ist es auch nicht tragisch. Dann eben nach dem Prinzip: Alkohol ausschleichen - Baclofen parallel langsam einschleichen. Kannst ja schon mal überlegen, welcher Weg für Dich eher in Frage kommt.
Du findest hier ja auch viele Erfahrungsberichte und Infos, wie's die anderen gemacht haben. Für Einsteiger halte ich die "White Box" (kann man runterladen) auch immer für sehr motivierend. Darin findest Du Fallbeispiele für den Verlauf der Baclofen-Therapie anhand von Selbstbeschreibungen im Zeitraum bis 26 Monate.
Mit der Anmeldung im Forum und der Einsicht, dass Du für Dich etwas ändern willst, hast Du jedenfalls schon mal die ersten wichtigen Schritte unternommen. Bei den folgenden begleiten wir Dich gerne. Und traue Dich ruhig zu fragen, wenn Du was auf dem Herzen hast. Wir kennen die Unsicherheit alle noch gut aus unserer eigenen Anfangsphase.
Alles Gute einstweilen,
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„Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt."
Albert Einstein (1879 - 1955)
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Re: Ich bin neu hier
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Re: Ich bin neu hier
hey maya10,
muss immer wieder feststellen, wie ähnlich so manche Geschichten hier, von Mitglieder sind.
Denke papfl hat dir das wesendlichste schon mitgeteilt.
Sicher, wird dir der eine oder andere ,gerne auf deine Fragen Antworten.
Ein outing ist für viele auch ein absolutes no go.
Den Schritt zu machen, sich mit Menschen auszutauschen die das selbe Problem haben,ist sehr sehr wichtig,besonders für die geschundene Seele.
Ich drück dir sehr die Daumen dass alles gut läuft.
agnesl![hi_bye [hi_bye]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/bye.gif)
muss immer wieder feststellen, wie ähnlich so manche Geschichten hier, von Mitglieder sind.
Denke papfl hat dir das wesendlichste schon mitgeteilt.
Sicher, wird dir der eine oder andere ,gerne auf deine Fragen Antworten.
Ein outing ist für viele auch ein absolutes no go.
Den Schritt zu machen, sich mit Menschen auszutauschen die das selbe Problem haben,ist sehr sehr wichtig,besonders für die geschundene Seele.
Ich drück dir sehr die Daumen dass alles gut läuft.
agnesl
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Re: Ich bin neu hier
Lieber fets,
Du hast ja recht. Ein Forum lebt von Erfahrungen. Und die gibt es hier reichlich. Und eben weil diese Erfahrungen hier in der Vergangenheit gesammelt wurden, haben sich Wege heraus kristallisiert, wie Baclofen "funktionieren" kann und wie nicht. Neue Erfahrungen sind natürlich nach wie vor immer willkommen. Vieles wurde aber halt einfach auch schon durchexerziert - teilweise mit Erfolg, teilweise aber auch ohne.
Diese vermeintlich nicht zielführenden Experimente kann man Einsteigern ersparen, indem man ihnen eine Orientierung an die Hand gibt, wie es bei vielen am ehesten klappt. Erst dann nämlich machen Erfahrungen auch Sinn. Wenn man davon profitieren kann - und vermeintliche Fehler nicht zweimal machen muss.
Natürlich führt dieser "Standardweg" nicht immer zum Erfolg. Das sieht man an zahlreichen Beispielen, auch aktuell. Dann wird der Erfahrungsaustausch wieder wichtig. Und er findet auch statt. Nach dem Motto: "Schema F klappt bei mir nicht, ich probier's jetzt mal so...und schildere im Forum, wie's mir dabei geht."
Neuankömmlinge aber gänzlich ins kalte Wasser der teilweise doch recht verwirrenden Erfahrungsberichte zu werfen, halte ich für falsch.
Und was meinen Erfahrungsbericht anbelangt, den Du immer wieder kritisierst: Als engagiertes Forenmitglied kann Dir doch nicht entgangen sein, dass ich meine individuellen Erfahrungen immer da einbringe, wo's gerade passt und angebracht ist - und nicht in einem bestimmten Thread bündele.
Weil ich gerade etwas Zeit hatte, habe ich extra für Dich
ein paar zusammen gestellt:
Zum Beispiel oder oder oder oder oder oder oder oder oder oder oder ...jetzt habe ich keinen Bock mehr...
Vielleicht ist DonQ ja so nett und kopiert die Beiträge alle noch in meinen Erfahrungsfaden, damit Du sie künftig leichter findest.
Schönen Sonntag noch
!
Papfl
Du hast ja recht. Ein Forum lebt von Erfahrungen. Und die gibt es hier reichlich. Und eben weil diese Erfahrungen hier in der Vergangenheit gesammelt wurden, haben sich Wege heraus kristallisiert, wie Baclofen "funktionieren" kann und wie nicht. Neue Erfahrungen sind natürlich nach wie vor immer willkommen. Vieles wurde aber halt einfach auch schon durchexerziert - teilweise mit Erfolg, teilweise aber auch ohne.
Diese vermeintlich nicht zielführenden Experimente kann man Einsteigern ersparen, indem man ihnen eine Orientierung an die Hand gibt, wie es bei vielen am ehesten klappt. Erst dann nämlich machen Erfahrungen auch Sinn. Wenn man davon profitieren kann - und vermeintliche Fehler nicht zweimal machen muss.
Natürlich führt dieser "Standardweg" nicht immer zum Erfolg. Das sieht man an zahlreichen Beispielen, auch aktuell. Dann wird der Erfahrungsaustausch wieder wichtig. Und er findet auch statt. Nach dem Motto: "Schema F klappt bei mir nicht, ich probier's jetzt mal so...und schildere im Forum, wie's mir dabei geht."
Neuankömmlinge aber gänzlich ins kalte Wasser der teilweise doch recht verwirrenden Erfahrungsberichte zu werfen, halte ich für falsch.
Und was meinen Erfahrungsbericht anbelangt, den Du immer wieder kritisierst: Als engagiertes Forenmitglied kann Dir doch nicht entgangen sein, dass ich meine individuellen Erfahrungen immer da einbringe, wo's gerade passt und angebracht ist - und nicht in einem bestimmten Thread bündele.
Weil ich gerade etwas Zeit hatte, habe ich extra für Dich
![smile [smile]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/smile.gif)
Zum Beispiel oder oder oder oder oder oder oder oder oder oder oder ...jetzt habe ich keinen Bock mehr...
Vielleicht ist DonQ ja so nett und kopiert die Beiträge alle noch in meinen Erfahrungsfaden, damit Du sie künftig leichter findest.
Schönen Sonntag noch
![bye2 [bye2]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/bye2.gif)
Papfl
„Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt."
Albert Einstein (1879 - 1955)
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- Mann oder Frau?:
Re: Ich bin neu hier
Hallo ihr Lieben,
da ich erst seit ein paar Tage hier lese, verstehe ich nicht, was los ist und welche Parteien es gibt. Trotzdem danke für alle Antworten. Das ist lieb.
Es gibt viel Interessantes zu lesen hier und man sieht, wie vielfältig die Probleme sind. Mich interessiert natürlich am meisten Erfolgsgeschichten von Leuten, die so wie ich seit vielen Jahren 4-6 Bier am Abend und sonst keine Medikamente oder anderen Drogen nehmen. Ich glaube, dass ich ADS habe, weil mein Sohn und meine Schwester eine Diagnose haben. Ich habe aber noch viel mehr Anzeichen, als z.B. meine Schwester. Ich reagiere auf Parazethamol gegensätzlich und nach Narkosen bin ich ausfällig geworden. Ich habe schon mal ein paar Wochen ein Antidepressiva eingenommen, aber dann wieder abgesetzt, weil es mir wochenlang schlecht geht. Das kann ich mir wegen der Arbeit nicht erlauben.
Runter trinken habe ich schon versucht, aber mir passiert es dann immer wieder, dass ich mehr trinke, wenn noch was da ist. Vor ein paar Wochen habe ich schon mal 5 Tage dirket aufgehört. Neben ein paar Nebenwirkungen ging es körperlich. War auch arbeiten.
Trotzdem habe ich Angst, das zu wiederholen, weil man so viel Schlimmes liest und weil ich nicht öffentlich mit Entzugserscheinungen auffallen will.
Liebe Grüße an euch alle.
Maya
da ich erst seit ein paar Tage hier lese, verstehe ich nicht, was los ist und welche Parteien es gibt. Trotzdem danke für alle Antworten. Das ist lieb.
Es gibt viel Interessantes zu lesen hier und man sieht, wie vielfältig die Probleme sind. Mich interessiert natürlich am meisten Erfolgsgeschichten von Leuten, die so wie ich seit vielen Jahren 4-6 Bier am Abend und sonst keine Medikamente oder anderen Drogen nehmen. Ich glaube, dass ich ADS habe, weil mein Sohn und meine Schwester eine Diagnose haben. Ich habe aber noch viel mehr Anzeichen, als z.B. meine Schwester. Ich reagiere auf Parazethamol gegensätzlich und nach Narkosen bin ich ausfällig geworden. Ich habe schon mal ein paar Wochen ein Antidepressiva eingenommen, aber dann wieder abgesetzt, weil es mir wochenlang schlecht geht. Das kann ich mir wegen der Arbeit nicht erlauben.
Runter trinken habe ich schon versucht, aber mir passiert es dann immer wieder, dass ich mehr trinke, wenn noch was da ist. Vor ein paar Wochen habe ich schon mal 5 Tage dirket aufgehört. Neben ein paar Nebenwirkungen ging es körperlich. War auch arbeiten.
Trotzdem habe ich Angst, das zu wiederholen, weil man so viel Schlimmes liest und weil ich nicht öffentlich mit Entzugserscheinungen auffallen will.
Liebe Grüße an euch alle.
Maya
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Re: Ich bin neu hier
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Zuletzt geändert von Chinaski am 21. Juni 2014, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ich bin neu hier
Hallo Maya,
herzlich willkommen.
Lass dich von dem Disput in deinem Thread nicht unterkriegen - normalerweise passiert so etwas nicht (soweit ich bislang gelesen habe). Zumindest nicht im Vorstellungs Thread
Meiner Meinung und Erfahrung nach, versuche es so, wie Papfl und Chinaski vorgeschlagen haben.
Ich selbst bin zwar (noch) nicht das beste Beispiel, glaube aber, dass das der beste Weg ist.
Berichte weiter, wie es dir geht!
herzliche Grüße, Suse
herzlich willkommen.
Lass dich von dem Disput in deinem Thread nicht unterkriegen - normalerweise passiert so etwas nicht (soweit ich bislang gelesen habe). Zumindest nicht im Vorstellungs Thread

Meiner Meinung und Erfahrung nach, versuche es so, wie Papfl und Chinaski vorgeschlagen haben.
Ich selbst bin zwar (noch) nicht das beste Beispiel, glaube aber, dass das der beste Weg ist.
Berichte weiter, wie es dir geht!
herzliche Grüße, Suse
Früherer Name: Desperatio
Plötzlich konnte ich sehen und ich war froh. Doch was ich sah, gefiel mir nicht. Ich lerne, neu zu sehen. Suse
Plötzlich konnte ich sehen und ich war froh. Doch was ich sah, gefiel mir nicht. Ich lerne, neu zu sehen. Suse
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Thread-Starter - Beiträge: 3
- Registriert: 17. August 2013, 09:32
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- Mann oder Frau?:
mein zweiter Versuch
Liebes Forum und Mitleser,
Seit Sommer 2013 lese ich hier im Forum mit und durch die Hilfe des Forums beziehe und nutze ich jetzt seit einigen Wochen das Baclofen. Ich bin nicht der Typ, der viel schreibt, schon gar nicht im Internet. Schon seit längerer Zeit habe ich jedoch das Bedürfnis, mich trotzdem hier mitzuteilen. Allerdings bin ich wegen dem Bac sehr müde und kann mich nicht so auf die Wortwahl und Rechtschreibung konzentrieren. Ich bin sehr, sehr dankbar für die Hilfe durch Baclofen, für das hier lesen können und für die Mithilfe des Forums bei der Beschaffung von Baclofen.
Ich habe noch nie einen klinischen Entzug und auch noch nie eine Therapie gemacht. Bis auf 2 Versuche mit Antidepressiva jeweils vor sehr vielen Jahren, habe ich keine Medikamente eingenommen. Große Angst hatte ich viele Jahre vor kaltem Entzug, wegen den Warnungen, die man überall lesen kann und vor allem deswegen, weil ich damit in keine peinlichen Situationen kommen wollte.
Im Vergleich zu vielen Leidensgenossen hier, habe ich eigentlich ganz gute Voraussetzungen mit dem Trinken aufzuhören. Bei mir leben keine pubertierenden Kinder und kein Partner mehr, kann mich also mit mir selber beschäftigen ohne dadurch abgelenkt zu werden. In den letzten Jahren habe ich schon sehr viele Probleme lösen können. Ich habe gelernt mich anzunehmen so wie ich bin und mir zu verziehen.
Ich hätte schon eher geschrieben, aber mein erster Versuch mit Baclofen aufzuhören, scheiterte. Hab ganz langsam auf dosiert und die Alkoholmenge reduziert. Ich konnte nichts Positives berichten, weil ich nach 14 Tagen Abstinenz wieder unter Einnahme von Baclofen 50mg- 75mg normal (4-6 Bier 0,5 l) weiter getrunken habe. Ich hab mich gehen lassen, ein altes Problem hat mich eingeholt.
Vorteile für die weitere Einnahme von Baclofen neben Alkohl waren deutlich weniger Angst z.B. Reden vor und innerhalb von Gruppen, besseres Erkennen von logischen Zusammenhägen und mehr innere Ruhe. Es schreibe es nicht gern – keinen Kater. Nebenwirkungen bis auch Herzklopfen ließen nach.
Irgendwann, auch wegen den gelegentlichen stärkeren Herzklopfen, wurde mir klar, dass ich mich entscheiden musste, entweder Baclofen ausschleichen und Alkohol trinken oder weiterhin Baclofen einnehmen und keinen Alkohol mehr zu trinken. Täglich ein Bier ist für mich keine Option, weil ich nie Genusstrinkerin war. Es ging mir immer nur um das Abschießen.
Ja, ich habe über Wochen Alkohol zusammen mit Bac getrunken, obwohl mir wegen dem Baclofen das Bier überhaupt nicht mehr wirklich geschmeckt hat.
Vor einer Woche war es so, dass ich die 3. Dosis früher als üblich eingenommen habe. Plötzlich konnte mich nicht mehr aufraffen, Bier zu besorgen. Ich hatte einfach keine Lust, blieb zu Hause und nüchtern. Ich kann mir das nicht erklären.
Gut ich habe eine starke Erkältung, aber das hat mich noch nie abgehalten Alkohol zu trinken. Ich wollte einfach nicht mehr, hab mich vor Bier geekelt und alles entsorgt, was ich noch im Haus hatte. Am selben Abend habe ich die Dosis erhöht.
Die nächsten Tage bis jetzt habe ich auch nicht getrunken. Allerdings hatte ich TW aber keinen körperlichen SD. Ein rein psychischer Kampf. So ist es seit einer Woche. Ich trinke nichts mehr und habe keinen körperlichen Entzug!!! Baclofen hat mir dadurch viel Leid erspart. Gleichgültig ist mir Alkohol nicht. Deswegen erhöhe ich die Dosis noch mal.
Ich bin optimistisch, dass ich diesmal weiter komme. Denn diesmal ist es anders. Bei meinem ersten Versuch mit Bac habe ich zwar ein paar Tage mit Trinken aufgehört, weil ich es wollte. Es gab aber einen Anlass von außen für meinen damaligen Schlussstrich.
Jetzt möchte ich ausschließlich wegen mir nicht mehr trinken ohne Anlass, weil ich einfach mehr Zeit und Energie für die Dinge, die mir wichtig sind und die mir Spass machen, haben will. Ich will nicht mehr, dass Alkohol mein Leben bestimmt. Ich bewundere viele meiner Bekannten, die weder Alkohol trinken noch rauchen und ihre Probleme oder Krise auch lösen können.
Stand 8 Tage ohne Alk. Dosierung ab 22.11.-1*25, 3*37,5 plus Vitamin B und Baldrian zum Schlafen.
Geplant nach ein paar Tagen 4*37,5. Dann Dosis 4-6 Wochen halten, um danach, bei erfolgreicher Entwöhnung allmählich wieder runter zu dosieren.
Das ist jetzt ein langer Text und trotzdem ist Vieles nicht geschrieben. Aus Dankbarkeit möchte ich wenigstens einen kleinen Teil meiner Erfahrungen hier weiter geben.
Maya
Seit Sommer 2013 lese ich hier im Forum mit und durch die Hilfe des Forums beziehe und nutze ich jetzt seit einigen Wochen das Baclofen. Ich bin nicht der Typ, der viel schreibt, schon gar nicht im Internet. Schon seit längerer Zeit habe ich jedoch das Bedürfnis, mich trotzdem hier mitzuteilen. Allerdings bin ich wegen dem Bac sehr müde und kann mich nicht so auf die Wortwahl und Rechtschreibung konzentrieren. Ich bin sehr, sehr dankbar für die Hilfe durch Baclofen, für das hier lesen können und für die Mithilfe des Forums bei der Beschaffung von Baclofen.
Ich habe noch nie einen klinischen Entzug und auch noch nie eine Therapie gemacht. Bis auf 2 Versuche mit Antidepressiva jeweils vor sehr vielen Jahren, habe ich keine Medikamente eingenommen. Große Angst hatte ich viele Jahre vor kaltem Entzug, wegen den Warnungen, die man überall lesen kann und vor allem deswegen, weil ich damit in keine peinlichen Situationen kommen wollte.
Im Vergleich zu vielen Leidensgenossen hier, habe ich eigentlich ganz gute Voraussetzungen mit dem Trinken aufzuhören. Bei mir leben keine pubertierenden Kinder und kein Partner mehr, kann mich also mit mir selber beschäftigen ohne dadurch abgelenkt zu werden. In den letzten Jahren habe ich schon sehr viele Probleme lösen können. Ich habe gelernt mich anzunehmen so wie ich bin und mir zu verziehen.
Ich hätte schon eher geschrieben, aber mein erster Versuch mit Baclofen aufzuhören, scheiterte. Hab ganz langsam auf dosiert und die Alkoholmenge reduziert. Ich konnte nichts Positives berichten, weil ich nach 14 Tagen Abstinenz wieder unter Einnahme von Baclofen 50mg- 75mg normal (4-6 Bier 0,5 l) weiter getrunken habe. Ich hab mich gehen lassen, ein altes Problem hat mich eingeholt.
Vorteile für die weitere Einnahme von Baclofen neben Alkohl waren deutlich weniger Angst z.B. Reden vor und innerhalb von Gruppen, besseres Erkennen von logischen Zusammenhägen und mehr innere Ruhe. Es schreibe es nicht gern – keinen Kater. Nebenwirkungen bis auch Herzklopfen ließen nach.
Irgendwann, auch wegen den gelegentlichen stärkeren Herzklopfen, wurde mir klar, dass ich mich entscheiden musste, entweder Baclofen ausschleichen und Alkohol trinken oder weiterhin Baclofen einnehmen und keinen Alkohol mehr zu trinken. Täglich ein Bier ist für mich keine Option, weil ich nie Genusstrinkerin war. Es ging mir immer nur um das Abschießen.
Ja, ich habe über Wochen Alkohol zusammen mit Bac getrunken, obwohl mir wegen dem Baclofen das Bier überhaupt nicht mehr wirklich geschmeckt hat.
Vor einer Woche war es so, dass ich die 3. Dosis früher als üblich eingenommen habe. Plötzlich konnte mich nicht mehr aufraffen, Bier zu besorgen. Ich hatte einfach keine Lust, blieb zu Hause und nüchtern. Ich kann mir das nicht erklären.
Gut ich habe eine starke Erkältung, aber das hat mich noch nie abgehalten Alkohol zu trinken. Ich wollte einfach nicht mehr, hab mich vor Bier geekelt und alles entsorgt, was ich noch im Haus hatte. Am selben Abend habe ich die Dosis erhöht.
Die nächsten Tage bis jetzt habe ich auch nicht getrunken. Allerdings hatte ich TW aber keinen körperlichen SD. Ein rein psychischer Kampf. So ist es seit einer Woche. Ich trinke nichts mehr und habe keinen körperlichen Entzug!!! Baclofen hat mir dadurch viel Leid erspart. Gleichgültig ist mir Alkohol nicht. Deswegen erhöhe ich die Dosis noch mal.
Ich bin optimistisch, dass ich diesmal weiter komme. Denn diesmal ist es anders. Bei meinem ersten Versuch mit Bac habe ich zwar ein paar Tage mit Trinken aufgehört, weil ich es wollte. Es gab aber einen Anlass von außen für meinen damaligen Schlussstrich.
Jetzt möchte ich ausschließlich wegen mir nicht mehr trinken ohne Anlass, weil ich einfach mehr Zeit und Energie für die Dinge, die mir wichtig sind und die mir Spass machen, haben will. Ich will nicht mehr, dass Alkohol mein Leben bestimmt. Ich bewundere viele meiner Bekannten, die weder Alkohol trinken noch rauchen und ihre Probleme oder Krise auch lösen können.
Stand 8 Tage ohne Alk. Dosierung ab 22.11.-1*25, 3*37,5 plus Vitamin B und Baldrian zum Schlafen.
Geplant nach ein paar Tagen 4*37,5. Dann Dosis 4-6 Wochen halten, um danach, bei erfolgreicher Entwöhnung allmählich wieder runter zu dosieren.
Das ist jetzt ein langer Text und trotzdem ist Vieles nicht geschrieben. Aus Dankbarkeit möchte ich wenigstens einen kleinen Teil meiner Erfahrungen hier weiter geben.
Maya
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Re: Ich bin neu hier
Früherer Name: Desperatio
Plötzlich konnte ich sehen und ich war froh. Doch was ich sah, gefiel mir nicht. Ich lerne, neu zu sehen. Suse
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[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1236: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable
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