Moin Snowman!
Der Skiurlaub war schön, danke für die Nachfrage
![smile [smile]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/smile.gif)
. Die Bilder aus meinem Beitrag oben stammen übrigens aus der Animation, auf die Du verlinkt hast (habe ich auch so als Quellenangabe vermerkt).
Biochemie ist ein sehr komplexes Feld, und meine Erklärungen versuchen immer nur "bildlich" und möglichst allgemeinverständlich darzustellen, was sich da im Stoffwechsel abspielt.
Baclofen (als GABA-Ersatz am B-Rezeptor) ist auf lange Frist für Körper/Hirn keine Ideallösung. Für ihn/es bleibt das GABA-A-System immer Favorit in Sachen GABA. Vereinfacht gesagt: Er/Es greift ungern auf GABA-B zurück, nur im Notfall

. Lange Zeit wusste man gar nicht, dass es ein GABA-B-System überhaupt gibt.
GABA, die am GABA-A-Rezeptor andockt, gibt es nicht in synthetischer Form. Die kann nur der Körper selbst herstellen. Er stellt die Produktion während des Alkoholkonsums ja auch nicht komplett ein, sondern fährt sie nur auf ein Minimum herunter, weil die "Alkohol-Magneten" die wenige GABA ja länger an den Rezeptoren "festhalten".
Wenn der Alkohol wegfällt, stehen Körper/Hirn nun vor der Wahl: Fahren sie die körpereigene GABA-Produktion im GABA-A-System wieder hoch, um künftig wieder bequem über den schnellen Weg bei Bedarf Entspannung zu erlangen, oder gehen Sie langfristig den umständlichen, weniger effizienten Weg über GABA-B und Baclofen.
Man kann das vielleicht mit einem Stromausfall vergleichen: Funktioniert die Stromlieferung normal über die Energieversorgung ("Körper/Hirn"), ist alles paletti. Es kommt immer genug Strom ("GABA") aus der Steckdose ("körpereigene GABA-Produktion"). Ich kann so viele Geräte so oft einstecken, wie ich möchte.
Kommt es zu Engpässen oder gar zu Stromausfall, und ich muss auf ein Notstromaggregat/Kompressor ("GABA-B-System") zurückgreifen, muss ich mit Einschränkungen leben. Ich muss zum Beispiel regelmäßig Benzin ("Baclofen") nachfüllen, damit der Kompressor läuft. Und ich kann nicht so willkürlich agieren, wie ich möchte, weil z. B. stromintensive Geräte in meinem Notsystem nur langsam oder gar nicht laufen etc..
Es liegt mir also etwas daran, möglichst schnell wieder den Urzustand herzustellen. Das Notstromaggregat ist nur eine Übergangslösung.
Ist das so etwas verständlicher?
Papfl