Vorstellung
Verfasst: 24. Januar 2015, 11:50
ups.... jetzt habe ich zwei Tage in diesem Forum gelesen und den Mut aufgebracht zu schreiben nur um danach festzustellen, dass es ein anderes Forum war...... also nochmal!
Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier richtig bin, ich habe auch bislang nichts von dem Medikament gehört und bin mir gar nicht sicher, ob das etwas für mich wäre. Ich schreibe dennoch, weil mir die Warmherzigkeit der Mitglieder und der respektvolle Umgang miteinander aufgefallen sind und mich beeindruckt haben.
Zu mir: Ich bin 48 Jahre alt, verheiratet, zwei erwachsene Kinder im Studium. Ich bin ganz erfolgreich in meinem Beruf, habe ein gutes soziales Umfeld, treibe Sport und gehe meinen Hobbies nach, mein Mann ist liebenswert, wir haben keine finanziellen Sorgen. Es geht mir gut!?
Ich trinke jeden Abend Wein. In der Woche sind es abends 3-4 Gläser (nach dem Sport beim Kochen, ein Gläschen zum Krimi im Bett..... ) , am Wochenende muss ich leider feststellen, dass morgens auch schon mal zwei Flaschen leer sind. Ich bin verkatert, müde, lustlos und der Tag ist im Eimer. Ich trinke eigentlich gerne und ich mag Rotwein auch wirklich, aber ich habe das Gefühl, nicht gut die Kontrolle darüber zu haben. Mein Mann trinkt abends ebenso wie ich, mal Bier, mal Sekt, mal Wein..... er macht gelegentlich einige Tage "Pause", ich nicht. Wir problematisieren unser Trinkverhalten nicht, wir sind Weltmeister im "Vermeiden".
Seit kurzem mache ich eine Gruppentherapie zusammen mit anderen Frauen, es geht um allgemeine Lebensprobleme, nicht um Alkohol. Ich habe meinen Konsum dort auch nicht thematisiert.
Ich habe einfach oft das Gefühl, nicht an mich ranzukommen, mich nicht wirklich zu kennen und annehmen zu können, ich weiß nicht wer ich bin und was ich wirklich brauche. Ich kenne auch nicht die Richtung, in die ich noch gehen möchte. Dieses Gefühl innerer Leere zuzulassen, ist sehr schmerzhaft und ich versuche es zu vermeiden. Ich sorge nicht gut für mich....
Ich lebe mein Leben im "Außen", leistungsbezogen und materialistisch, ich bin angepasst und will funktionieren. Ich lebe mein Leben so, wie ich von "außen" gesehen werden will. Ich will geliebt und anerkannt werden. Werde ich das nicht, kann ich mich auch selbst nicht annehmen, nicht lieben. So wurde ich erzogen, ich bin das Bild, das die Gesellschaft von mir will..... sich so zu verhalten erfordert ein Höchstmaß an Kontrolle
Wenn man nicht in Verbindung mit sich selbst ist geht man in die Kompensation.... Kauf"rausch", Wein"rausch", sich nicht mehr "spüren" müssen und unkontrolliert sein.
Ich habe keine Ahnung, ob ich in diesem Forum richtig bin, ich habe auch keine Ahnung, ob ich mit dem Medikament etwas anfangen könnte, ich hatte beim Lesen aber das Gefühl, dass es hier viele Menschen gibt, die Ähnliches "umtreibt" und die sich sehr gut gegenseitig unterstützen.
Liebe Grüße, smile
Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier richtig bin, ich habe auch bislang nichts von dem Medikament gehört und bin mir gar nicht sicher, ob das etwas für mich wäre. Ich schreibe dennoch, weil mir die Warmherzigkeit der Mitglieder und der respektvolle Umgang miteinander aufgefallen sind und mich beeindruckt haben.
Zu mir: Ich bin 48 Jahre alt, verheiratet, zwei erwachsene Kinder im Studium. Ich bin ganz erfolgreich in meinem Beruf, habe ein gutes soziales Umfeld, treibe Sport und gehe meinen Hobbies nach, mein Mann ist liebenswert, wir haben keine finanziellen Sorgen. Es geht mir gut!?
Ich trinke jeden Abend Wein. In der Woche sind es abends 3-4 Gläser (nach dem Sport beim Kochen, ein Gläschen zum Krimi im Bett..... ) , am Wochenende muss ich leider feststellen, dass morgens auch schon mal zwei Flaschen leer sind. Ich bin verkatert, müde, lustlos und der Tag ist im Eimer. Ich trinke eigentlich gerne und ich mag Rotwein auch wirklich, aber ich habe das Gefühl, nicht gut die Kontrolle darüber zu haben. Mein Mann trinkt abends ebenso wie ich, mal Bier, mal Sekt, mal Wein..... er macht gelegentlich einige Tage "Pause", ich nicht. Wir problematisieren unser Trinkverhalten nicht, wir sind Weltmeister im "Vermeiden".
Seit kurzem mache ich eine Gruppentherapie zusammen mit anderen Frauen, es geht um allgemeine Lebensprobleme, nicht um Alkohol. Ich habe meinen Konsum dort auch nicht thematisiert.
Ich habe einfach oft das Gefühl, nicht an mich ranzukommen, mich nicht wirklich zu kennen und annehmen zu können, ich weiß nicht wer ich bin und was ich wirklich brauche. Ich kenne auch nicht die Richtung, in die ich noch gehen möchte. Dieses Gefühl innerer Leere zuzulassen, ist sehr schmerzhaft und ich versuche es zu vermeiden. Ich sorge nicht gut für mich....
Ich lebe mein Leben im "Außen", leistungsbezogen und materialistisch, ich bin angepasst und will funktionieren. Ich lebe mein Leben so, wie ich von "außen" gesehen werden will. Ich will geliebt und anerkannt werden. Werde ich das nicht, kann ich mich auch selbst nicht annehmen, nicht lieben. So wurde ich erzogen, ich bin das Bild, das die Gesellschaft von mir will..... sich so zu verhalten erfordert ein Höchstmaß an Kontrolle
Wenn man nicht in Verbindung mit sich selbst ist geht man in die Kompensation.... Kauf"rausch", Wein"rausch", sich nicht mehr "spüren" müssen und unkontrolliert sein.
Ich habe keine Ahnung, ob ich in diesem Forum richtig bin, ich habe auch keine Ahnung, ob ich mit dem Medikament etwas anfangen könnte, ich hatte beim Lesen aber das Gefühl, dass es hier viele Menschen gibt, die Ähnliches "umtreibt" und die sich sehr gut gegenseitig unterstützen.
Liebe Grüße, smile