ich hatte früher schon mal in diesem Forum gestöbert, aber aus mir heute unerfindlichen Gründen beschlossen, dass Baclofen nichts für mich ist.
Da ich aber am 16.11. mit Baclofen angefangen habe, mich vorher dafür in diesem Forum nochmal schlau gemacht habe, habe ich mich dann gleich hier registriert und möchte ich mich heute bei Euch vorstellen.
Inzwischen bin ich fast 60 Jahre alt und „saufe“ ca. seit meinem 18. Lebensjahr. Zum damaligen Zeitpunkt fingen meine Panikattacken und Depressionen an. Die Panikattacken und Ängste habe ich erst (nach ca. 20 Jahren erfolgloser Psychotherapie) durch die Einnahme von Venlafaxin in der niedrigsten Dosierung in den Griff bekommen. Depressionen (Antriebslosigkeit) und innere Unruhe bzw. Nervosität aber bisher nicht. Ich funktioniere eigentlich IMMER in meinem Job (und das auch noch sehr gut ), aber privat könnte ich einfach nur so rumhängen und nichts tun und trinken…
Womit dann der übliche Kreislauf in Gang gesetzt ist: je mehr Alkohol desto mehr Unruhe etc. pp.
Nach einer Entgiftung im Jahr 2003 mit anfangs massiven körperlichen Entzugserscheinungen war ich dann auch ca. 5 Jahre trocken. Wobei ich später durchaus 2 bis 3 Mal pro Jahr Alkohol getrunken habe (Weihnachten, Silvester, besonderer Geburtstag), aber nie mehr als 1 Glas (Wein oder Sekt) und ich auch mit dem Konsum von alkoholhaltigen Lebensmitteln (wie z.B. Tiramisu) keine Probleme hatte.
Und dann kamen mit ca. 50 die Wechseljahre mit den entsprechenden „Nebenwirkungen“ und gleichzeitig über lange Zeit unentdeckte Schilddrüsenunterfunktion und Diabetes (bei eher Untergewicht). D.h. miserables Befinden, Druck, den Ansprüchen meines Jobs nicht mehr zu genügen (was auch tatsächlich der Fall war), usw. usf. Und da ging es dann halt wieder los.
Ich vertrage schon lange nicht mehr die Alkoholmengen wie zu der Zeit als ich auch körperliche Entzugserscheinungen hatte ohne Alkohol.
Inzwischen (nächste Entgiftung ca. im Jahr 2010, Reha wg. Burnout im Jahr 2013 und etliche Krankenhausaufenthalte – leider letztes Jahr auch wg. akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung mit akutem Nierenversagen – habe ich überhaupt kein Problem mehr in solchen „gesicherten“ Umgebungen von null auf nix mit dem Trinken aufzuhören und das dann auch nachfolgend über Wochen zu Hause durchzuhalten.
Aber wehe, ich bin wieder länger zu Hause und im Alltags- und Berufsstress…

Neben anderen Themen dieses Forums habe ich jetzt auch das interessante Thema „Craving“ (physisch und psychisch) durchgelesen. Noch bin ich hier nicht ganz „durchgestiegen“, auch hat sich leider mein Trinkwunsch noch nicht wirklich vermindert. Trotzdem trinke ich seit Baclofen-Einnahme „langsamer“ und falle nicht mehr um 20:00 direkt nach der Arbeit halbtot ins Bett.
Aber jetzt ist Wochenende und ich hoffe, dass ich mich da (auch der Lesen der vielen hilfreichen Forumsbeiträge) sortieren kann
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Liebe Grüße
Piccolina