der alkohol, meine dramen und ich
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der alkohol, meine dramen und ich
ich habe mir vorher die texte der anderen nicht durchgelesen, deswegen weiß ich nicht, was man hier so schreiben "sollte". ich tippe einfach mal drauf los.
erstmal die grunddaten zu meinem leben: ich bin männlich, gehe auf die vierzig zu (wurde dieses jahr 30), bin „polymorph“ gestört (schönes wort oder?), schwul (auch das noch...), und, welch wunder, süchtig.
Jetzt folgt, der einfachheit halber ein text über meine sucht- und krankheitskarriere, den ich in einer berühmt-berüchtigten berlin entgiftung in berlin schreiben und vortragen musste (etwas ausführlicher aber immer noch extreme kurzfassung):
meinen ersten indirekten kontakt mit alkohol hatte ich bereits als kind in meiner „familie“ , in der meine leibliche „mutter“, mein erzeuger als auch meine großmutter soffen und gewalt, meine verwahrlosung (ich brachte mir mit elf alleine zähneputzen bei) sowie jahrelanger seelischer sowie missbrauch an mir vorherrschten.
Mit 14 jahren fragte ich meinen erzeuger, was er denn von schwulen hält (ich hatte schon so eine vorahnung...) und die antwort war: „schwule sind krank, pervers, abartig und kinderschänder!“. Da ich auf keinen fall ein kinderschänder werden wollte, beschloss ich dünn und klein wie ein kind zu bleiben.
Mit 15 jahren nahm ich deswegen 42 kilo in 7 monaten ab und litt an starken ängsten, woraufhin ich wegen magersucht das erste mal in eine posychosomatische behandlung kam. ich hatte meine erste sucht!
Leider kehrte ich nach dieser kur, die eine der schönsten erinnerungen meiner jugend sind, in diese „familie“ zurück, in der sich nichts geändert hatte. Alle soffen munter weiter.
Mit 16 versteckte ich eine 2 liter Weinbrandflasche vor meiner „mutter“ in meinem zimmer (als ob sie das abgehalten hätte...).
Dort staubte sie friedlich einige monate vor sich hin. Ich entwickelte jedoch in dieser zeit eine schwere depressive symptomatik die zudem gepaart war mit heftigen wutausbrüchen. So trat ich einmal ein loch in die wand meines zimmers. Anfassen und mich beruhigen durfte mich schon lange niemand mehr. Bei berührungen verkrampfte ich mich.
Irgendwann nach der schule, in mir herrschte nur noch tiefe verzweiflung, nahm ich einen schluck aus dieser flasche – und * zack * ich schlief sofort ein. Ich konnte meine probleme in mir und um mich vergessen! Und so einfach!
Mein konsum steigerte sich in den nächsten 5 monaten von ein paar schluck aus dieser flasche hin und wieder nach der schule zu einer dreiviertel flasche „hartem“ 2-3 mal die woche. Die flaschen sammelte ich alle in meinem schrank, da es im ganzen kaff nur einen einzigen glascontainer gab und ich konnte sie ja schlecht im hausmüll entsorgen. Alkohol wurde mein persönliches antidepressivum. Nur nachdem der rausch vorbei war – katzenjammer. Also nachkippen. Der bekannte teufelskreis.
Ich wurde für mehrere monate in die kinder-und jugendpsychiatrie auf die geschlossene eingewiesen, da mein immer desolatrerer zustand auch meinen lehrern nicht entging und sie meine zugedröhnten „eltern“ darauf aufmerksam machten. Dort erster selbstmordversuch. Borderline-diagnose (die spinnen doch!!!).
Nach dem aufenthalt blieb ich noch einige monate trocken, doch entwickelte ich eine bulimie und erste selbstverletzungen begannen. Da war ich mittlerweile 17. irgendwann griff ich wieder zum alk, diesmal jedoch tetra-pack wein (klappert nicht). Wieder 3-4 mal die woche vollräusche. Gleichzeitig begann ich mich zu prostituieren, nicht da ich das geld brauchte. Ich sehnte mich nach nähe, konnte diese aber nur besoffen und bekifft ertragen.
Mit 18 zog ich zu meiner ehemaligen psychiatrielehrerin (für mich wurde sie meine „mom“) und ihrem mann, die mir viel gaben (ich ließ langsam wieder ungefährliche berührungen zu). Was sie so alles mit mir erlebt haben....ist eine eigene „geschichte“.
Trotzdem...es herrschte immer noch chaos in mir und meiner seele.
Mit 19 zog ich in eine eigene wohnung, soff, kiffte, fresskotzte, schnitt....aber ich bin immer noch ganz „normal“ in meinen augen. Kam mehrfach in die klinik, ließ mich jedesmal gegen ärztlich rat entlassen (wie gesagt: „normal“).
dennoch beendete ich mit 21 die 12. klasse. Danach wieder ein loch. Ich floh nach berlin, lebte dort auf der straße, bei drückern, strichern, drogenabhängigen (einmaliger konsum von heroin und koks). Durchgehend besoffen und bekifft. ca. 8 wochen lang. Irgendwann rief meine „mom“ die polizei in berlin an und bat um mithilfe, die dies auch tat und mich als „hilflose, selbstgefährdete person“ suchte. Sie fing mich, als ich barfuß in ein 5 sterne hotel ging und dort nach einem zimmer fragte (schwankend, lallend). Ich kam mal wieder in die klapse. Dort das erste mal entzugserscheinungen (und meinen ersten krampfanfall). Wieder borderline-diagnose, diesmal auch alkoholabhängigkeit. Pfffff...ich doch nicht.
Nach mehreren wochen (monaten?) wurde ich in meine heimat „zurückeskortiert“ (ich frage mich, warum sie mir nicht getraut haben...) . Ich zog nach berlin, begann eine schauspielausbildung – aber meine probleme nahm ich mit, deswegen schaffte ich die ausbildung nicht. Ich pendelte jahre zwischen krankenhaus und – je nachdem wo ich lebte (eigene wohnung, obdachlosenheim, notunterkunft) hin und her. Alles wurde extremer: mein suff (bis zu 5 promille), schnitte am brustkorb und im gesicht, bulimisache attacken bis zu 12 mal am tag.
Der suff ist bei mir das gefährlichste. Einmal (einmal!) schaffte ich es durch eine lange therapie und danach betreutes wohnen für 13 monate. Doch unerwartete und unerwiderte liebe brachte mich zum straucheln – und die abwärtsspirale begann von neuem. Ich weiß, ich bin süchtig. Aber ich weiß, ich kann abstinent leben. Durch einen arzt, dem ich einfach die wahrheit gesagt habe („ich will nicht an meiner sdauferei verrecken! Ich nehme schon baclofen und ich will dass sie mich kontrollieren und es mir weiter verschreiben!“) komme ich nun auch ohne internet an die tabletten.
Bin jetzt bei einer dosis von 3 x 12,5. bisher komnme ich gut damit zurecht. So, soviel zu mir
ich hoffe ich habe hier nicht den rahmen gesprengt (?)
liebe grüße
maniac krypto
erstmal die grunddaten zu meinem leben: ich bin männlich, gehe auf die vierzig zu (wurde dieses jahr 30), bin „polymorph“ gestört (schönes wort oder?), schwul (auch das noch...), und, welch wunder, süchtig.
Jetzt folgt, der einfachheit halber ein text über meine sucht- und krankheitskarriere, den ich in einer berühmt-berüchtigten berlin entgiftung in berlin schreiben und vortragen musste (etwas ausführlicher aber immer noch extreme kurzfassung):
meinen ersten indirekten kontakt mit alkohol hatte ich bereits als kind in meiner „familie“ , in der meine leibliche „mutter“, mein erzeuger als auch meine großmutter soffen und gewalt, meine verwahrlosung (ich brachte mir mit elf alleine zähneputzen bei) sowie jahrelanger seelischer sowie missbrauch an mir vorherrschten.
Mit 14 jahren fragte ich meinen erzeuger, was er denn von schwulen hält (ich hatte schon so eine vorahnung...) und die antwort war: „schwule sind krank, pervers, abartig und kinderschänder!“. Da ich auf keinen fall ein kinderschänder werden wollte, beschloss ich dünn und klein wie ein kind zu bleiben.
Mit 15 jahren nahm ich deswegen 42 kilo in 7 monaten ab und litt an starken ängsten, woraufhin ich wegen magersucht das erste mal in eine posychosomatische behandlung kam. ich hatte meine erste sucht!
Leider kehrte ich nach dieser kur, die eine der schönsten erinnerungen meiner jugend sind, in diese „familie“ zurück, in der sich nichts geändert hatte. Alle soffen munter weiter.
Mit 16 versteckte ich eine 2 liter Weinbrandflasche vor meiner „mutter“ in meinem zimmer (als ob sie das abgehalten hätte...).
Dort staubte sie friedlich einige monate vor sich hin. Ich entwickelte jedoch in dieser zeit eine schwere depressive symptomatik die zudem gepaart war mit heftigen wutausbrüchen. So trat ich einmal ein loch in die wand meines zimmers. Anfassen und mich beruhigen durfte mich schon lange niemand mehr. Bei berührungen verkrampfte ich mich.
Irgendwann nach der schule, in mir herrschte nur noch tiefe verzweiflung, nahm ich einen schluck aus dieser flasche – und * zack * ich schlief sofort ein. Ich konnte meine probleme in mir und um mich vergessen! Und so einfach!
Mein konsum steigerte sich in den nächsten 5 monaten von ein paar schluck aus dieser flasche hin und wieder nach der schule zu einer dreiviertel flasche „hartem“ 2-3 mal die woche. Die flaschen sammelte ich alle in meinem schrank, da es im ganzen kaff nur einen einzigen glascontainer gab und ich konnte sie ja schlecht im hausmüll entsorgen. Alkohol wurde mein persönliches antidepressivum. Nur nachdem der rausch vorbei war – katzenjammer. Also nachkippen. Der bekannte teufelskreis.
Ich wurde für mehrere monate in die kinder-und jugendpsychiatrie auf die geschlossene eingewiesen, da mein immer desolatrerer zustand auch meinen lehrern nicht entging und sie meine zugedröhnten „eltern“ darauf aufmerksam machten. Dort erster selbstmordversuch. Borderline-diagnose (die spinnen doch!!!).
Nach dem aufenthalt blieb ich noch einige monate trocken, doch entwickelte ich eine bulimie und erste selbstverletzungen begannen. Da war ich mittlerweile 17. irgendwann griff ich wieder zum alk, diesmal jedoch tetra-pack wein (klappert nicht). Wieder 3-4 mal die woche vollräusche. Gleichzeitig begann ich mich zu prostituieren, nicht da ich das geld brauchte. Ich sehnte mich nach nähe, konnte diese aber nur besoffen und bekifft ertragen.
Mit 18 zog ich zu meiner ehemaligen psychiatrielehrerin (für mich wurde sie meine „mom“) und ihrem mann, die mir viel gaben (ich ließ langsam wieder ungefährliche berührungen zu). Was sie so alles mit mir erlebt haben....ist eine eigene „geschichte“.
Trotzdem...es herrschte immer noch chaos in mir und meiner seele.
Mit 19 zog ich in eine eigene wohnung, soff, kiffte, fresskotzte, schnitt....aber ich bin immer noch ganz „normal“ in meinen augen. Kam mehrfach in die klinik, ließ mich jedesmal gegen ärztlich rat entlassen (wie gesagt: „normal“).
dennoch beendete ich mit 21 die 12. klasse. Danach wieder ein loch. Ich floh nach berlin, lebte dort auf der straße, bei drückern, strichern, drogenabhängigen (einmaliger konsum von heroin und koks). Durchgehend besoffen und bekifft. ca. 8 wochen lang. Irgendwann rief meine „mom“ die polizei in berlin an und bat um mithilfe, die dies auch tat und mich als „hilflose, selbstgefährdete person“ suchte. Sie fing mich, als ich barfuß in ein 5 sterne hotel ging und dort nach einem zimmer fragte (schwankend, lallend). Ich kam mal wieder in die klapse. Dort das erste mal entzugserscheinungen (und meinen ersten krampfanfall). Wieder borderline-diagnose, diesmal auch alkoholabhängigkeit. Pfffff...ich doch nicht.
Nach mehreren wochen (monaten?) wurde ich in meine heimat „zurückeskortiert“ (ich frage mich, warum sie mir nicht getraut haben...) . Ich zog nach berlin, begann eine schauspielausbildung – aber meine probleme nahm ich mit, deswegen schaffte ich die ausbildung nicht. Ich pendelte jahre zwischen krankenhaus und – je nachdem wo ich lebte (eigene wohnung, obdachlosenheim, notunterkunft) hin und her. Alles wurde extremer: mein suff (bis zu 5 promille), schnitte am brustkorb und im gesicht, bulimisache attacken bis zu 12 mal am tag.
Der suff ist bei mir das gefährlichste. Einmal (einmal!) schaffte ich es durch eine lange therapie und danach betreutes wohnen für 13 monate. Doch unerwartete und unerwiderte liebe brachte mich zum straucheln – und die abwärtsspirale begann von neuem. Ich weiß, ich bin süchtig. Aber ich weiß, ich kann abstinent leben. Durch einen arzt, dem ich einfach die wahrheit gesagt habe („ich will nicht an meiner sdauferei verrecken! Ich nehme schon baclofen und ich will dass sie mich kontrollieren und es mir weiter verschreiben!“) komme ich nun auch ohne internet an die tabletten.
Bin jetzt bei einer dosis von 3 x 12,5. bisher komnme ich gut damit zurecht. So, soviel zu mir
ich hoffe ich habe hier nicht den rahmen gesprengt (?)
liebe grüße
maniac krypto
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Re: der alkohol, meine dramen und ich
„Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt."
Albert Einstein (1879 - 1955)
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Re: der alkohol, meine dramen und ich
Hallo Mania und Papfl,
Es gibt Momente hier im Forum wo mir fast die Tränen kommen und jetzt war gerade einer! Ich fasse mich auch kurz. Mania, was du da schreibst löst bei mir eine Gänsehaus aus, weil ich nicht manchmal nicht weiß wie sehr ein Mensch erst um Hilfe schreien muss um sie zu bekommen - und sie dennoch nicht bekommt? Es tut mir aufrichtig leid was die widerfahren ist und ich hoffe das wenigstens wir dir hier im Forum nun helfen können die Sucht zu besiegen.
@ Papfl, das war mit Abstand eine der "schönsten" Antworten die ich jeh gelesen habe!!! Ich glaube in deiner Antwort können sich viele widererkenne und ich danke dir für deine Worte.
Lg, Argentina
Es gibt Momente hier im Forum wo mir fast die Tränen kommen und jetzt war gerade einer! Ich fasse mich auch kurz. Mania, was du da schreibst löst bei mir eine Gänsehaus aus, weil ich nicht manchmal nicht weiß wie sehr ein Mensch erst um Hilfe schreien muss um sie zu bekommen - und sie dennoch nicht bekommt? Es tut mir aufrichtig leid was die widerfahren ist und ich hoffe das wenigstens wir dir hier im Forum nun helfen können die Sucht zu besiegen.
@ Papfl, das war mit Abstand eine der "schönsten" Antworten die ich jeh gelesen habe!!! Ich glaube in deiner Antwort können sich viele widererkenne und ich danke dir für deine Worte.
Lg, Argentina
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Re: der alkohol, meine dramen und ich
Hallo Maniac.
Genau wie bei Argentina, hat mich die Geschichte Deines bisherigen Lebens mehr als berührt.
Es heißt, man bekäme nie mehr aufgeladen, als man bewältigen kann... und bisher konnte ich das für mich bestätigen. Selbst an dem Punkt, wo ich lieber "tot" als lebendig gewesen wäre, also während meiner extremen Sucht nach Alkohol, reichte die Kraft aus, um wieder aufzustehen.
Aber Deine Vergangenheit, dass was Du in den letzten Jahren seit Deiner Jugend erleben musstest, ist für mich kaum vorstellbar und ich wäre wahrscheinlich nicht wieder aufgestanden, soviel Kraft hätte ich nicht gehabt.
Aber DU BIST WIEDER AUFGESTANDEN und versuchst jetzt von der Sucht loszukommen und dafür verdienst du meinen größten Respekt und meine Bewunderung.
Wir hier im Forum haben immer ein offenes Ohr und die "alten" Hasen, die erfahrenen Leute hier, die schon eine längere Zeit Bac nehmen oder genommen haben, können Dir sicherlich mit vielen guten Ratschlägen beiseite stehen. Papfl hat ja schon das wichtigste gesagt.
Ich drücke Dir ganz ganz fest die Daumen, dass Du es mit Hilfe von Bac schaffst, es gibt hier viele gute Erfolgsberichte zu lesen.
LG Susann
Genau wie bei Argentina, hat mich die Geschichte Deines bisherigen Lebens mehr als berührt.
Es heißt, man bekäme nie mehr aufgeladen, als man bewältigen kann... und bisher konnte ich das für mich bestätigen. Selbst an dem Punkt, wo ich lieber "tot" als lebendig gewesen wäre, also während meiner extremen Sucht nach Alkohol, reichte die Kraft aus, um wieder aufzustehen.
Aber Deine Vergangenheit, dass was Du in den letzten Jahren seit Deiner Jugend erleben musstest, ist für mich kaum vorstellbar und ich wäre wahrscheinlich nicht wieder aufgestanden, soviel Kraft hätte ich nicht gehabt.
Aber DU BIST WIEDER AUFGESTANDEN und versuchst jetzt von der Sucht loszukommen und dafür verdienst du meinen größten Respekt und meine Bewunderung.
Wir hier im Forum haben immer ein offenes Ohr und die "alten" Hasen, die erfahrenen Leute hier, die schon eine längere Zeit Bac nehmen oder genommen haben, können Dir sicherlich mit vielen guten Ratschlägen beiseite stehen. Papfl hat ja schon das wichtigste gesagt.
Ich drücke Dir ganz ganz fest die Daumen, dass Du es mit Hilfe von Bac schaffst, es gibt hier viele gute Erfolgsberichte zu lesen.
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LG Susann
Jeder Krise kann man nur mit absoluter Ehrlichkeit entgegentreten!
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Re: der alkohol, meine dramen und ich
Hallo Krypto
auch von mir ein herzliches wilkommen. Muste auch erst mal schlucken, nachdem ich deinen Bericht gelesen habe...
Mach dir bitte keine Gedanken wegen der Länge deiner Texte. jeder so, wie er (Sie) es möchte. Manchmal könnte ich auch ganze Romane schreiben (einige hier können das bestätigen
) und dann ist mir wieder danach, mich etwas zurückzuziehen...
Nicht vergessen - Ameisen hat für seine Geschichte schlappe 320 Seiten gebraucht. Von Jack London, Hemingway und Bukowsky fang ich besser gar nicht an... Da ist also noch reichlich Luft nach oben
![biggrin [biggrin]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/biggrin.gif)
![hi_bye [hi_bye]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/bye.gif)
auch von mir ein herzliches wilkommen. Muste auch erst mal schlucken, nachdem ich deinen Bericht gelesen habe...
Mach dir bitte keine Gedanken wegen der Länge deiner Texte. jeder so, wie er (Sie) es möchte. Manchmal könnte ich auch ganze Romane schreiben (einige hier können das bestätigen
![whistle [whistle]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/whistle2.gif)
Nicht vergessen - Ameisen hat für seine Geschichte schlappe 320 Seiten gebraucht. Von Jack London, Hemingway und Bukowsky fang ich besser gar nicht an... Da ist also noch reichlich Luft nach oben
![biggrin [biggrin]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/biggrin.gif)
Mal angenommen, ich nehme mir vor, heute gar nichts zu tun -
und ich schaffe das auch.
Hab ich dann was erreicht, oder nicht ?
und ich schaffe das auch.
Hab ich dann was erreicht, oder nicht ?
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doch nochmal eine message hier
ich weiß und wusste von anfang an, dass baclofen kein allheilmittel ist. und meine anderen.... "probleme" beeinflußen meinen konsum auch ohne craving, so wie mein konsum meine anderen probleme beeinflußt. es ist zum durchdrehen.
ich habe heute konsumiert, bewusst und nicht weil ich konsumieren wollte (auch wenn mir das wohl keiner glaubt), sondern weil ich mich in einem extremen gefühlszustand, den ich nicht mehr ausgehalten habe (seelischer schmerz...ach egal), wiedergefunden habe. erst wollte ich mich wieder verbrennen, obwohl meine verbrennung 2. grades jetzt schon seit 6 wochen behandelt wird und somit immer noch präsent ist. ich habe mich dann für´s trinken "entschieden". ich habe mich nicht vollständig "weggekickt", einfach nur so viel, um den schmerz weniger oder nebulöser zu fühlen.
ich habe das vorher nicht erwähnt, aber ich habe einen aufnahmetermin für eine therapie, die ich bereits dreimal gemacht habe, einmal erfolgreich (2006 hab ich abgebrochen (ich war noch nicht so weit), 2007 bin ich geflogen (hab heimlich abführmittel konsumiert, hatte ungeschützten sex und hab gekifft...). 2009 hab ich die therapie geschafft, leider habe ich seitdem vieles vergessen (umgang mit gefühlen? was ist das...). die therapie nennt sich DBT-S (dialektisch behaviorale therapie mit sucht) und ist speziell für menschen mit einer borderline diagnose. keine ahnung, ob ich sie nochmal machen sollte.
ich schäme mich auf der einen seite, es trotz guter vorsätze, trotz dem (eventuell wirksamen) baclofen nicht geschafft zu haben. aber ich werde mich nicht dafür rechtfertigen oder verurteilen. weil dann ende ich gleich wieder in der suizidalität. und ich bin dem tod schon oft genug von der schippe gesprungen, diesmal lass ich ihn nicht zu nah an mich ran.
ihr könnt mich jetzt niedermachen oder kritisieren oder was auch immer ihr wollt. ich will hier nur ehrlich sein. baclofen mag gegen craving helfen, aber es schützt einen nicht vor einem rückfall.
gruß
maniac krypto
HERZSCHLAG
zerfleischt und zerfetzt
bist du
fühlendes herz.
zerissen hat man dich.
doch weiter
pumpst du
schmerz um schmerz
in unsere
noch atmenden leiber.
ein jeder,
der dir nahe war,
ein jeder,
der dich berührte,
jeder,
den du bedingungslos liebtest,
hat dir das angetan.
fühlendes herz,
zerfleischt und zerfetzt,
lass das schlagen sein.
- m-k
ich habe heute konsumiert, bewusst und nicht weil ich konsumieren wollte (auch wenn mir das wohl keiner glaubt), sondern weil ich mich in einem extremen gefühlszustand, den ich nicht mehr ausgehalten habe (seelischer schmerz...ach egal), wiedergefunden habe. erst wollte ich mich wieder verbrennen, obwohl meine verbrennung 2. grades jetzt schon seit 6 wochen behandelt wird und somit immer noch präsent ist. ich habe mich dann für´s trinken "entschieden". ich habe mich nicht vollständig "weggekickt", einfach nur so viel, um den schmerz weniger oder nebulöser zu fühlen.
ich habe das vorher nicht erwähnt, aber ich habe einen aufnahmetermin für eine therapie, die ich bereits dreimal gemacht habe, einmal erfolgreich (2006 hab ich abgebrochen (ich war noch nicht so weit), 2007 bin ich geflogen (hab heimlich abführmittel konsumiert, hatte ungeschützten sex und hab gekifft...). 2009 hab ich die therapie geschafft, leider habe ich seitdem vieles vergessen (umgang mit gefühlen? was ist das...). die therapie nennt sich DBT-S (dialektisch behaviorale therapie mit sucht) und ist speziell für menschen mit einer borderline diagnose. keine ahnung, ob ich sie nochmal machen sollte.
ich schäme mich auf der einen seite, es trotz guter vorsätze, trotz dem (eventuell wirksamen) baclofen nicht geschafft zu haben. aber ich werde mich nicht dafür rechtfertigen oder verurteilen. weil dann ende ich gleich wieder in der suizidalität. und ich bin dem tod schon oft genug von der schippe gesprungen, diesmal lass ich ihn nicht zu nah an mich ran.
ihr könnt mich jetzt niedermachen oder kritisieren oder was auch immer ihr wollt. ich will hier nur ehrlich sein. baclofen mag gegen craving helfen, aber es schützt einen nicht vor einem rückfall.
gruß
maniac krypto
HERZSCHLAG
zerfleischt und zerfetzt
bist du
fühlendes herz.
zerissen hat man dich.
doch weiter
pumpst du
schmerz um schmerz
in unsere
noch atmenden leiber.
ein jeder,
der dir nahe war,
ein jeder,
der dich berührte,
jeder,
den du bedingungslos liebtest,
hat dir das angetan.
fühlendes herz,
zerfleischt und zerfetzt,
lass das schlagen sein.
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- Mann oder Frau?:
Re: der alkohol, meine dramen und ich
hallo argentina,
ich bin es einfach mittlerweile so gewohnt, dass man mich kritisiert und niedermacht... in meiner (ehemaligen) selbsthilfegruppe (eine dialoggruppe) bekam ich zu hören: "wir wissen auch nicht mehr weiter. bei dir ist hopfen und malz verloren" .
*bamf*. das hatte gesessen....
ich wollte durch den körperlichen schmerz den rest verdrängen. es werde durch selbstverletzungen körpereigene morphine ausgeschüttet... die betäuben. und das wollte ich. körperlicher schmerz = seelische erleichterung.
ich seh eh schon aus wie frankenstein.... mein ganzer körper ist voller narbe, hab mir meinen ganzen körper zerschnitten und verbrannt. dachte dadurch würde ich die erinnerungen auslöschen können, wie SIE mich berührt hat. mich küssen wollte.... nein...diese erinnerungen kann ich nicht auslöschen. ja, auch frauen können täter sein... sind sogar 20% aller missbräuche... scheiße, ich hab doch mein limit überschritten... werde wieder überflutet von erinnerungen....
am ende steht man immer allein
ich bin es einfach mittlerweile so gewohnt, dass man mich kritisiert und niedermacht... in meiner (ehemaligen) selbsthilfegruppe (eine dialoggruppe) bekam ich zu hören: "wir wissen auch nicht mehr weiter. bei dir ist hopfen und malz verloren" .
*bamf*. das hatte gesessen....
ich wollte durch den körperlichen schmerz den rest verdrängen. es werde durch selbstverletzungen körpereigene morphine ausgeschüttet... die betäuben. und das wollte ich. körperlicher schmerz = seelische erleichterung.
ich seh eh schon aus wie frankenstein.... mein ganzer körper ist voller narbe, hab mir meinen ganzen körper zerschnitten und verbrannt. dachte dadurch würde ich die erinnerungen auslöschen können, wie SIE mich berührt hat. mich küssen wollte.... nein...diese erinnerungen kann ich nicht auslöschen. ja, auch frauen können täter sein... sind sogar 20% aller missbräuche... scheiße, ich hab doch mein limit überschritten... werde wieder überflutet von erinnerungen....
am ende steht man immer allein
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Re: der alkohol, meine dramen und ich
Dein Schicksal berührt mich immer mehr und eigentlich gibt es dafür keine tröstenden und aufbauenden Worte. Auch Schmerz, Leid und Angst können wir Dir hier nicht nehmen, aber wir können für Dich da sein, indem wir zuhören. Bleib jetzt nicht stehen, sondern geh wieder weiter.
Und schreib Dir ruhig alles von der Seele, wenn das helfen sollte. Hab Dir eine PN geschrieben.
LG Susann
Und schreib Dir ruhig alles von der Seele, wenn das helfen sollte. Hab Dir eine PN geschrieben.
LG Susann
Jeder Krise kann man nur mit absoluter Ehrlichkeit entgegentreten!
[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1236: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable
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