Eine 50/50 Verteilung halte ich für plausibel, wobei es sich beim genetischen Faktor um eine Prädisposition handeln dürfte.
Da heißt, wenn Jack (genetisch vorbelastet) und Jill (genetisch unvorbelastet) unter vergleichbaren sozialen Bedingungen aufwachsen, hat Jack es ungleich schwerer, sich z.B. in der Pubertät aus einem trinkenden Umfeld zurückzuziehen - ihm "schmeckt es besser", soll heißen, er springt auf die positiv erlebten Wirkungen des Alkohols stärker an, bleibt eher "kleben" als Jill, die gebotene Alternativen (z.B. Schokolade
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In meiner Familie (beide Eltern tranken, Mutter letztlich daran gestorben, Vater inzwischen über 20 jahre trocken) haben zwei Geschwister (nach der experimentellen Phase) dem Alkohol früh den Rücken gekehrt, zwei nicht. Unabhängig vom Geschlecht.
Determinierend (unausweichlich bestimmend) ist weder das eine noch das andere, dazu ist das Zusammenspiel sozialer, psychischer und individueller Faktoren viel zu komplex. Hochkomplex - Statistik verschleiert hier mehr, als dass sie aufklärt.
Ob das "Vorbild" trinkender Eltern abschreckt oder zur Identifikation führt (oder beides -sehenden Auges in den Untergang) muss offen bleiben, weil die Frage falsch gestellt ist.
Wie die richtigen Fragen lauten, überlege ich an dieser Stelle grade.
Liebe Grüße, Conny