ich weiß nicht wirklich, was ich schreiben soll. Ich versuche es einfach mal ohne nachzudenken…
Alles, was ich empfinde oder mich belastet, wurde schon einmal hier im Forum beschrieben, ich möchte niemanden langweilen.
Ich entspreche wohl dem Monotypen des funktionierenden Alkis. Anspruchsvoller Job, Familie mit Kleinkind, Frau arbeitet auch Vollzeit. Alles läuft, so gut es eben geht. An 3 bis 7 Tagen in der Woche trinke ich circa 1 Liter Wein, ggf. plus ein Wegbier, an manchen Tagen auch mehr. Angefangen hat das vor circa 6 Jahren. Bis circa Mitte 20 habe ich fast gar keinen Alkohol getrunken. Irgendwann verlangte es eben der Freundeskreis und seit circa Anfang 30 wurde es schleichend zu einer mehr oder weniger täglichen Gewohnheit.
Inzwischen bin ich 38 und zuerst entspannt mich der abendliche Wein, danach fühle ich mich aber schlecht, falls ich nicht durchschlafen kann. Den Kater kann ich häufig verhindern und nehme Ibuprofen vor dem Schlafen. Im Laufe des Tages schlägt dann natürlich dennoch die Müdigkeit und das schlechte Gewissen zu. Ich mag mich einfach nicht, wenn ich am Vortag getrunken habe. Meinen Alltag und die Versorgung meiner Tochter erledige ich aber immer vorbildlich – egal ich welchem Zustand - nur manchmal eben etwas verwirrter, dann geht es eben 20 Minuten später in die Kita.
Hin und wieder nehme ich Stimulanzien wie z. B. Amphetamin oder Ethylphenidat. Dies hilft dann den Tag zu überstehen, falls die Nacht wieder mal extrem kurz war. In 98 % der Nächte versorge ich unsere Tochter, damit meine Frau schlafen kann. Bei Zahnung oder Grippe kann das halt auch mal ausarten bis hin zu schlaflosen Nächten.
Die Stimulanzien dienen zwar meiner Vigilanz und auch meinem Überstundenkonto aber nicht dem Graving. Das Graving wird hierdurch exponentiell gesteigert. An diesen Tagen versuche ich mich nicht gegen den Alkohol zu wehren – viel hilft viel.
Ich trinke nur abends, tagsüber erzeugt Alkohol ein Ekel bei mir. Aber ich möchte einfach nicht mehr! Wein, so gut er mit schmeckt, ist in erster Linie Ventil für alles Mögliche: Chef, Frau, Stress, Speed, Ärger, Kind weint, schnell einschlafen, whatever. Falls es etwas zu feiern gibt, muss man natürlich erst recht trinken und am Wochenende sowieso.
Falls ich alleine leben würde, wäre das nicht einmal problematisch, es ginge doch nur um mich. Aber der Gedanke, dass in 15 Jahren meine Tochter an meinem Totenbett stehen muss, nur weil ich zu viel gesoffen habe, macht mich extrem verrückt. Ich möchte gar nicht täglich trinken! Am Wochenende mit der Ehefrau… eine Flasche Wein zum Essen und auf der Couch – alles super. Aber dieser permanente Trinkdruck ist unerträglich und so unnötig und dumm. Ich hasse es extrem!
Ansonsten lebe ich sehr gesund. Ich esse nur Fleisch aus artgerechter Haltung und ansonsten vegetarisch. Ich koche am Wochenende auch immer selbst. Fastfood oder Fertignahrung kommt mir nicht auf den Tisch. Außerdem rauche ich nicht und mache, sofern es die Zeit zulässt, Sport im Gym oder einfach als Jogger.
Vor circa zwei Jahren habe ich zum letzten Mal ein Blutbild bestimmen lassen. Alles war okay, der Arzt meinte sogar, dass ich noch ein paar Bier trinken könnte, als er mein minimal erhöhtes GGT analysierte. Welch Ironie…
Ich beschäftige mich auch gerne mir neuer Homöopathie und alternativer Medizin. Generell bin ich medizinisch oft besser informiert als mein Hausarzt, der bei einer Grippe die Diagnose nur aufgrund der Anamnese stellt – dies hat berufliche Gründe.
Lange Rede – kurzer Sinn: Baclofen könnte tatsächlich eine große Hilfe sein. Die Beschreibung und Erfahrungsberichte passen sehr zu mir und meinen Problemen, ich möchte es sehr gern probieren. Falls es klappt… werde ich berichten.
Online bestellen kann man das nicht zufällig irgendwo? Falls doch, würde ich mich über eine PN freuen. Ich habe sehr viel mit Schulmedizinern zu tun und um so bewusster sind mir deren Defizite. Sehr gerne würde ich mir anhand der hier gezeigten Leitlinien einen eigenen Plan erstellen. Mein Körper meldet mir sehr schnell und klar, was gut ist und was nicht. Morgen bin ich dann eher wieder müde... außer das Ethylphenidat wirkt auch morgen wieder, wir werden sehen!
Danke und viele Grüße
Mnat
