Mein bisheriges Leben
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Mein bisheriges Leben
Grüß euch!
Danke für die technische Unterstützung. Ich möchte mich auch vorstellen. Ich habe verzweifelt versucht, Alternativen für mein massives Alkoholproblem im Internet zu finden und bin auf dieses hilfreiche Forum gestoßen, nachdem ich das Buch von Oliver Ameisen gelesen habe. Diesen Arzt würde der Nobelpreis in der Medizin gebühren. Aber nun zu meiner Geschichte: Ich bin 56 Jahre alt und in die Alkohoholabhängigkeit geschlittert, nachdem ich über zehn Jahre durch eine Dreiecksbeziehung meine einsamen Abendstunden durch Alkoholkonsum zu betäuben versucht habe. Inzwischen bin ich mit diesen Mann über 17 Jahre verheiratet und wir haben eine wunderbare 13jährige Tochter. Ich rauche seit meinen 14ten Lebensjahr, davon 11 Jahre abstinent und bin in diesem Zeitraum alkoholmäßig im Rahmen geblieben. Die Zeit während der Schwangerschaft habe ich nichts getrunken. Als ich da. Im zweiten Monat schwanger war, habe ich mir einmal eine Flasche Wein aufgemacht und nach einem Achterl Gott sei Dank die Erkenntnis gehabt (vielleicht durch meinen Schutzengel), wenn ich jetzt weitertrinke, ist die Flasche bald leer und mein Baby wird schwer behindert auf diese Welt kommen. Heute ist sie ein sehr hübsches Mädchen und geht auf ein Gymnasium. Vor einigen Jahren habe ich meinen Job (ich bin promovierte Betriebswirtin) aufgegeben, weil das Unternehmen verkauft wurde und ich in diesem Konzern zu einer Befehlsempfängerin degradiert worden wäre. Irgendwie habe ich nun den Sinn im Leben verloren und vor 4 Tagen wurde ich mit über 3 Promille auf eine Intensivstation gebracht. Nun bin ich auf einer sehr schönen Abteilung im Entzug. Anschließend werde ich (ab 22.05.2015) eine 6wöchige Entwöhnungstherapie machen und habe wahnsinnige Angst vor einen weiteren Rückfall. In Deutschland habe ich eine sehr gute Ärztin gefunden, welche die Baclofen-Therapie anbietet. Was haltet ihr davon: Soll ich noch während der Therapie mit Bacloven anfangen? Wenn ja, müßte das im Geheimen passieren, weil diese Einrichtung nur mit offiziell zugelassenen Medikamenten arbeitet und die kann man meiner Meinung nach vergessen. Ich freue mich auf eure Antworten und bin schon sehr gespannt darauf. Diese Woche beginne ich außerhalb der Klinik mit einer privaten Psychotherapie (dafür bekomme ich Ausgang).
Liebe Grüße an alle Betroffenen. Eva
Danke für die technische Unterstützung. Ich möchte mich auch vorstellen. Ich habe verzweifelt versucht, Alternativen für mein massives Alkoholproblem im Internet zu finden und bin auf dieses hilfreiche Forum gestoßen, nachdem ich das Buch von Oliver Ameisen gelesen habe. Diesen Arzt würde der Nobelpreis in der Medizin gebühren. Aber nun zu meiner Geschichte: Ich bin 56 Jahre alt und in die Alkohoholabhängigkeit geschlittert, nachdem ich über zehn Jahre durch eine Dreiecksbeziehung meine einsamen Abendstunden durch Alkoholkonsum zu betäuben versucht habe. Inzwischen bin ich mit diesen Mann über 17 Jahre verheiratet und wir haben eine wunderbare 13jährige Tochter. Ich rauche seit meinen 14ten Lebensjahr, davon 11 Jahre abstinent und bin in diesem Zeitraum alkoholmäßig im Rahmen geblieben. Die Zeit während der Schwangerschaft habe ich nichts getrunken. Als ich da. Im zweiten Monat schwanger war, habe ich mir einmal eine Flasche Wein aufgemacht und nach einem Achterl Gott sei Dank die Erkenntnis gehabt (vielleicht durch meinen Schutzengel), wenn ich jetzt weitertrinke, ist die Flasche bald leer und mein Baby wird schwer behindert auf diese Welt kommen. Heute ist sie ein sehr hübsches Mädchen und geht auf ein Gymnasium. Vor einigen Jahren habe ich meinen Job (ich bin promovierte Betriebswirtin) aufgegeben, weil das Unternehmen verkauft wurde und ich in diesem Konzern zu einer Befehlsempfängerin degradiert worden wäre. Irgendwie habe ich nun den Sinn im Leben verloren und vor 4 Tagen wurde ich mit über 3 Promille auf eine Intensivstation gebracht. Nun bin ich auf einer sehr schönen Abteilung im Entzug. Anschließend werde ich (ab 22.05.2015) eine 6wöchige Entwöhnungstherapie machen und habe wahnsinnige Angst vor einen weiteren Rückfall. In Deutschland habe ich eine sehr gute Ärztin gefunden, welche die Baclofen-Therapie anbietet. Was haltet ihr davon: Soll ich noch während der Therapie mit Bacloven anfangen? Wenn ja, müßte das im Geheimen passieren, weil diese Einrichtung nur mit offiziell zugelassenen Medikamenten arbeitet und die kann man meiner Meinung nach vergessen. Ich freue mich auf eure Antworten und bin schon sehr gespannt darauf. Diese Woche beginne ich außerhalb der Klinik mit einer privaten Psychotherapie (dafür bekomme ich Ausgang).
Liebe Grüße an alle Betroffenen. Eva
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Danke liebe Papfl
Danke liebe Papfl. Ich kenne mich mit den Forum noch immer nicht so gut aus. Meine Lebensgeschichte konnte ich veröffentlichen. Aber: Wo kann ich Antworten auf meine Lebensgeschichte einsehen bzw. wo kann ich den weiteren Werdegang meiner Suchtbekämpfung veröffentlichen? Liebe Grüsse Eva
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Re: Mein bisheriges Leben
Hallo Eva
Ich würde mich zuerst mal auf die Therapie einlassen und da nichts im Geheimen machen. Wenn du schon eine Ärztin hast die dir Bac verschreiben würde, so läuft dir das nicht weg und du hast weitere Optionen. Beim ,,Einschleichen" von Bac kann es immer zu Nebenwirkungen kommen, die dich bei der Therapie einschränken könnten. Es ist besser eins nach dem anderen zu machen. Das du Angst vor einem Rückfall hast, kann ich gut verstehen. Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg.
Arnimbr
Ich würde mich zuerst mal auf die Therapie einlassen und da nichts im Geheimen machen. Wenn du schon eine Ärztin hast die dir Bac verschreiben würde, so läuft dir das nicht weg und du hast weitere Optionen. Beim ,,Einschleichen" von Bac kann es immer zu Nebenwirkungen kommen, die dich bei der Therapie einschränken könnten. Es ist besser eins nach dem anderen zu machen. Das du Angst vor einem Rückfall hast, kann ich gut verstehen. Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg.
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Re: Mein bisheriges Leben
„Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt."
Albert Einstein (1879 - 1955)
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Re: Danke liebe Papfl
Hallo Eva!
Deine Erfahrungen kannst Du gerne unter mitteilen. Gleiches Spiel wie vorhin, nur dass das Formular jetzt "Erfahrungsberichte" heißt.
Jede Rubrik hat so ein Formular. Du bekommst es angezeigt, wenn Du auf der Übersichtsseite (Hauptseite) auf die fetten Rubriküberschriften klickst und dann links "halb-oben" auf den Button "Neues Thema".
Wie Du Antworten auf Deine Vorstellung in "Mitglieder stellen sich vor" lesen kannst, hast Du ja schon selbst rausgefunden...da liest Du nämlich gerade
! Wenn Du selbst auf irgeneinen Beitrag antworten möchtest, einfach auf den Button "Antworten" klicken, den Du unter jedem letzten Beitrag eines Fadens findest. Deinen Antworttext eingeben. Und am Schluss natürlich immer das "Absenden" nicht vergessen
.
LG Papfl
Deine Erfahrungen kannst Du gerne unter mitteilen. Gleiches Spiel wie vorhin, nur dass das Formular jetzt "Erfahrungsberichte" heißt.
Jede Rubrik hat so ein Formular. Du bekommst es angezeigt, wenn Du auf der Übersichtsseite (Hauptseite) auf die fetten Rubriküberschriften klickst und dann links "halb-oben" auf den Button "Neues Thema".
Wie Du Antworten auf Deine Vorstellung in "Mitglieder stellen sich vor" lesen kannst, hast Du ja schon selbst rausgefunden...da liest Du nämlich gerade
![smile [smile]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/smile.gif)
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LG Papfl
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Re: Mein bisheriges Leben
Liebe Papfl!
Du hast mir mit deinen Anregungen sehr geholfen. Ich muß darüber nachdenken. Ich werde die Angelegenheit mit meiner Baclofen-Ärztin besprechen. Ich werde auf alle Fälle vor meiner Entwöhnungsbehandlung zu ihr fahren. Hier muß ich mich wohl oder Übel mit einer Notlüge helfen, sonst bekomme ich keinen Ausgang. Der Übergang zur 6wöchgen Therapie wird nahtlos erfolgen. Ich halte euch alle auf den Laufenden und freue mich immer über anregende Erfahrungsberichte. Allein der Autausch mit euch ist schon eine Art Psychotherapie. Bis bald und gute Nacht. Eva
PS: Heute war meine Tochter und mein Mann bei mir in der Klinik. Die Umarmungen der beiden haben mir gutgetan. Ich hoffe nur, daß sie die Geduld mit mir nicht verlieren. Das letzte Jahr war eine "alkoholbedingte Katastrophe". Dabei kann das Leben so schön sein. Manchmal wir einem buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen.
Du hast mir mit deinen Anregungen sehr geholfen. Ich muß darüber nachdenken. Ich werde die Angelegenheit mit meiner Baclofen-Ärztin besprechen. Ich werde auf alle Fälle vor meiner Entwöhnungsbehandlung zu ihr fahren. Hier muß ich mich wohl oder Übel mit einer Notlüge helfen, sonst bekomme ich keinen Ausgang. Der Übergang zur 6wöchgen Therapie wird nahtlos erfolgen. Ich halte euch alle auf den Laufenden und freue mich immer über anregende Erfahrungsberichte. Allein der Autausch mit euch ist schon eine Art Psychotherapie. Bis bald und gute Nacht. Eva
PS: Heute war meine Tochter und mein Mann bei mir in der Klinik. Die Umarmungen der beiden haben mir gutgetan. Ich hoffe nur, daß sie die Geduld mit mir nicht verlieren. Das letzte Jahr war eine "alkoholbedingte Katastrophe". Dabei kann das Leben so schön sein. Manchmal wir einem buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen.
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Re: Mein bisheriges Leben
Siegreiche Krieger siegen bevor sie in den Krieg ziehen, während Verlierer erst in den Krieg ziehen und dann versuchen, zu gewinnen. Sunzi.
Wenn Du nichts tun kannst, tu, was Du tun kannst. Conny.
In respektvollem Gedenken an Aaron Swartz
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Re: Mein bisheriges Leben
Danke Conny. Ich kämpfe den Kampf meines Lebens.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe, bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in Andere, neue Bindungen zu geben. Und jeden Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben (aus Hesse' Stufenlied).
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Re: Mein bisheriges Leben
Herzlich Willkommen Eva und viel Kraft auf Deinem anstehenden Weg!
LG Baclofino
![hi_bye [hi_bye]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/bye.gif)
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Re: Mein bisheriges Leben
Hallo Eva,
Herzlich Willkommen, auch von mir !
Bei uns scheint es Ähnlichkeiten zu geben. Mein Sohn wird nächsten Monat 13 Jahre alt und ist prächtig. Auch ich habe in Schwangerschaft und Stillzeit nicht getrunken und die ersten Jahre sehr moderat und sozial verträglich. "Entglitten" ist es mir so seit 1,5 Jahren nach einer psychosomatischen Reha. Ich habe große Schwierigkeiten mit den Veränderungen (Pubertät) meines Kindes.
So weit erstmal.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft !
LG Mary
Herzlich Willkommen, auch von mir !
Bei uns scheint es Ähnlichkeiten zu geben. Mein Sohn wird nächsten Monat 13 Jahre alt und ist prächtig. Auch ich habe in Schwangerschaft und Stillzeit nicht getrunken und die ersten Jahre sehr moderat und sozial verträglich. "Entglitten" ist es mir so seit 1,5 Jahren nach einer psychosomatischen Reha. Ich habe große Schwierigkeiten mit den Veränderungen (Pubertät) meines Kindes.
So weit erstmal.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft !
LG Mary
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.............
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Re: Mein bisheriges Leben
Liebe Mary!
Ja das stimmt. Bei uns scheint es große Ähnlichkeiten zu geben. Ein privater Austausch mit dir würde mir sehr viel bedeuten. Können wir auch privat über dieses Forum kommunizieren? Hast du schon Erfahrungen mit der Baclofen-Therapie? Themen, die für alle Betroffenen hilfreich sind, könnten wir ja dann öffentlich machen. Hoffe, ich höre bald von dir. Liebe Grüsse Eva
Ja das stimmt. Bei uns scheint es große Ähnlichkeiten zu geben. Ein privater Austausch mit dir würde mir sehr viel bedeuten. Können wir auch privat über dieses Forum kommunizieren? Hast du schon Erfahrungen mit der Baclofen-Therapie? Themen, die für alle Betroffenen hilfreich sind, könnten wir ja dann öffentlich machen. Hoffe, ich höre bald von dir. Liebe Grüsse Eva
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe, bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in Andere, neue Bindungen zu geben. Und jeden Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben (aus Hesse' Stufenlied).
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Re: Mein bisheriges Leben
Hallo Eva,
ich hab Dir eine PN geschickt.
Mary
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[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/vendor/twig/twig/lib/Twig/Extension/Core.php on line 1236: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable
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