Ich habe gelesen, dass Baclofen in hoher Dosierung eine höhere Halbwertszeit gewinnt, denn der Körper kann nur eine gewisse Menge auf einmal metabolisieren und dananch "irgendwie" weniger. Wie genau nun sich dieses "irgendwie" gestaltet ist nicht in der Literatur erwähnt, die ich gelesen habe. Und es wird auch keine Untergrenze oder Formel angegeben wo man z.B. so etwas aussagen könnte wie: "bis 25mg zu 90% in 2-3 Stunden (je nach indiviudellem Metabolismus und Ernährung, sportlicher Aktivität, Lebensumstände, usw.), dann zusätzliche 75mg 4-8 Stunden (andere metabolische Rute) und ab einer Dosis von 100mg bei so gut wie jedem Menschen 12 Stunden (noch allgemeinere metabolische Rute)". Dieses Beispiel wäre so ziemlich der komplizierteste biochemische Abbau einer Droge (=aktive Substanz eines Medikaments), die man sich vorstellen kann.
Warum ist mir diese Fragestellung wichtig? Ich habe für dieses Thema einen neuen Thread in "Erfahrungsberichte" erstellt: .
Wie ihr dort sehen könnt, ist die Halbwertszeit die sich mir bei Einer Dosis von 200mg präsentiert hat eher im Bereich von 18 Stunden oder mehr anzusiedeln, weicht also unglaublich stark von den anderthalb (!) bis vier Stunden ab. Selbst wenn man auf die normalerweise therapeutisch relevante Dosis von 25mg, seltener 50mg, etwas raufrechnet, diese gar verdoppelt, dann passt das doch gar nicht zusammen.
Was mir auch aufgefallen ist: Jedes mal nachdem ich etwas gegessen hatte (also auch 12 Stunden nach letzter Einnahme, wo ja quasi fast schon die Verdauung 1x komplett von oben nach unten durchgelaufen ist) potenzierte sich die Wirkung unabstreitbar sehr sehr deutlich, quasi so, alsob ich die Menge die ich vermuteter Weise noch im Blut habe sich verdoppelt, jedoch dann mit einer eher 3 stündigen HWZ wieder verschwindet. Dies betrifft vor allem Lebensmittel, nach denen ich von Natur aus ein sehr starkes Verlangen habe und die ich seit Jahren auch in sehr großen Mengen esse, weil sie mir wirklich weiterhelfen. Eigentlich so wie ein (zu) schwach dosiertes Medikament.
Ich habe immer vermutet, dass ich vielleicht eine Art von ungewöhnlichem und medizinisch unbekannten enzymatischem Mangel habe und dadurch auch teilweise oder ganz meine psychiatrischen Diagnosen bedingt sind (also Asperger Syndrom, Politoxikomanie, schizoide Persönlichkeit; ADHS stand im Raum und wurde auch eine Zeitlang therapiert aber wegen den anderen Problemen im Raum nicht mehr diagnostiziert). Jetzt könnte man ja spekulieren dass dieses metabolische Defizit auch den Abbau von Baclofen betrifft, was diese lange HWZ verursacht und dass Substanzen in den Nahrungsmitteln enthalten sind, die bei anderen Menschen nichts oder fast nichts bewirken, da sie diese nicht mehr benötigen um eine andere Substanz herzustellen. An der Stelle gäbe es dann zu viele Möglichkeiten, wie Baclofen nun die fehlende Substanz (teilweise) ersetzt oder vielleicht verursacht, dass diese nicht so schnell abgebaut wird, oder vielleicht selber in diese umgewandelt wird, usw. Das werde ich noch mit entsprechender Literatur überprüfen. Aber vielleicht ist dieses Stoffwechselproblem ja auch grade dass diese Substanzen so deutlich wirken und mich quasi in einen dauerhaften abnormalen Bewusstseinszustand versetzen, der dann immer durch die Nahrungsaufnahme ins schwanken gerät und ein hin- und her pendeln zwischen Entzug und "Rausch"-zustand verursacht. Das Problem der GHB-Abbauproblematik ist ja medizinisch bekannt und GHB ist auch in gewissen Lebensmitteln enthalten (aber wohl nicht in so wirklich hohen konzentrationen). So richtig Sinn ergibt diese konkrete Erklärung für mich nicht. Denn z.B. fühle ich mich erstmal etwas besser, wenn ich faste bzw. zu wenig esse und halt mangels Nährstoffen entsprechend nicht mehr.
Die gegenseitige Erklärung ist, dass die Wirkungsverstärkung bzw. Wirkung von Nahrungsmitteln unter Einfluss von Baclofen, normal ist und ihr sie dann auch bemerken müsst.
Die Nahrungsmittel die wirklich gut funktionieren sind: 1. vor allem Tierprodukte von Säugetieren, insbesondere frisches (also idealerweise noch nicht einmal abgehangenes) Schweinefleisch, 2. Hühnereier, 3. Nüsse, insbesondere unbehandelte (nicht geröstete) Cashjew-Kerne (gibt es bei Aldi, wo die Tüten mit "Nussvariationen" sind). Wie ihr euch vielleicht denken könnt esse deshalb ich fast jeden Tag über ein halbes Kilo Fleisch, 4 Eier und mal so mal so 200g Cashjew Kerne oder andere Nüsse (z.B. Studentenfutter, Erdnüsse) und fast nichts anderes was nicht in die Kategorie "Säugetierprodukte" fällt, außer einen ganzen Eisbergsalat und 2 Scheiben Schwarzbrot aus Notwendigkeit.
Anwendbarkeit der HWZ von Baclofen in hoher Dosierung?
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