Guten Abend,
ich bin 32 Jahre, weiblich und habe seit meinem 16 Lebensjahr ein Alkoholproblem. Die Ursache sehe ich in sozialen Ängsten, die sich mitlerweile zu einer sozial Phobie ausgeweitet haben. Ich habe 5 Entzüge, 2 Langzeittherapien (eine abgebrochen) und eine Adaption (auch abgebrochen) hinter mir. Zurzeit traue ich mich kaum noch aus dem Haus und wenn, dann nur Abends mit Blut im Alkoholkreislauf.Derzeit sieht es so aus, dass ich fast jedesmal wenn ich unterwegs bin, einen Filmriss habe und nicht besonders freundlich zu meinen Mitmenschen bin ... was mir dann zumindest erzählt wird
![shok [shok]](https://forum-baclofen.com/images/smilies/shok.gif)
. Der Alkohol hat sehr viel in meinem Leben kaputt gemacht, Freundschaften, Beziehungen und Arbeitsstellen. Ich halte meist nur zwei Tage ohne Alkohol durch und laufe dann kurz vor Ladenschluss im Autopilotmodus in den nächsten Supermarkt. Seid ca einer Woche nehme ich wieder Baclofen (hatte ich damals aufgehört, da sich die Kombination mit Alkohol nicht mehr vertragen hat und ich lieber trinken wollte/musste) und Baldrian. Heute ist der dritte Tag ohne Alkohol, aber mir graut es vor morgen, wenn die Geschäfte wieder geöffnet haben. Manchmal wünsche ich mir einfach nur irgendwo im Wald oder in einem verlassenen Dorf zu leben, wo es diese verlockenden Gefahrenquellen gar nicht erst gibt. Ich geh realistisch an die Sache ran, ich glaube nicht, dass ich jemals ganz abstinent sein werde und Rückfälle garantiert eintreten werden, aber ich hoffe die Abstände zu vergrößern und die Menge zu verringern. Mit Baclofen hoffe ich außerdem meine Bulimie, die in trockenen Phasen wieder auftritt, in den Griff zu bekommen, was vor ca. 2 Jahren damit schon ganz gut geklappt hatte. So, soviel erstmal zu mir. Ich wünsche euch allen ganz viel Kraft, Geduld und alles Gute.
Liebe Grüße