@ Rog, @ Ralph, @ Conny, @ Retti, @ all
Keine Angst, ich versuche nicht, den "Mapostel" zu geben (@ Conny)
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Allerdings glaube ich, dass es ganz entscheidend dafür ist - wenn man mehr oder weniger "kontrolliert" weitertrinken möchte - dass man sich vorher klar macht: "In welchen Situationen habe ich in meiner 'krankhaften' Phase getrunken?" An dieser Stelle ist vielleicht auch nochmal ein Hinweis auf die samt anschließender Diskussion angebracht.
Ich selbst habe zum Beispiel fast schon "ekstatische" Musikerlebnisse (hörender- und spielenderweise) unter starkem Alkoholeinfluss erlebt. Für mich wäre Alkohol in Verbindung mit Musik deshalb ein absolutes Tabu. Da stecken zu viele Erinnerungen, Erfahrungen und vermeintlich positive Erlebnisse drin, dass ich nahezu sicher bin: So was würde für mich im Totalabsturz enden.
Wenn ich "früher" vornehmlich ein Frusttrinker war, dann sollte ich aufhorchen, wenn die innere Stimme sagt: "Der Tag war heute so besch...., ein Bierchen kannst Du Dir genehmigen."
Heimliches Trinken (@ Rog, Stichwort: Tankstelle) kennt wahrscheinlich jeder von uns. Auch so ein Punkt, bei dem die Alarmglocken läuten sollten.
Und wenn ich weiß, dass die Aussicht auf ein paar freie Tage und schönes Wetter bei mir immer der Anfang vom Ende waren/sind, dann sollte ich solche Tage halt nicht zum Anlass für Alkohol nehmen. Der Tipp mit dem Motorrad (@ Ralph) Deines Psychologen war ja schon mal gar nicht schlecht.
Natürlich ist es tausendmal anstrengender, seine Tage auf diese Weise sinnvoll und befriedigend zu gestalten. Der Griff neben sich zur Wodkaflasche ist da leichter. Aber genau solche Anstrengungen sind für die sog. "Normalen" (Nicht-Trinker) eine Selbstverständlichkeit. Schlicht und ergreifend, weil sie gar nicht kennen gelernt haben, dass man vermeintliche Zufriedenheit auch viel "leichter" erreichen kann. Das ist unser Pech. Wir wissen, dass es geht bzw. ging.
Und weil wir diese Erfahrung gemacht haben, dauert es eben (leider) auch eine ganz lange Zeit, bis wir wieder so etwas wie Glück, Freude oder Zufriedenheit ohne Alkohol empfinden können. Dass es mitunter anstrengender sein kann, ist nicht das Problem. Der Aufwand ist für alle (Normalo und Alki) der gleiche. Aber in uns schwingt eben immer dieses: "Mit Alk wäre es jetzt noch um ein Vielfaches geiler..." mit. Wäre es das wirklich?
Ich glaube, das Gläschen Sekt beim Brunch oder das Pils beim Grillen - eben der ganz normale Umgang mit Alkohol, wie ihn die sog. "Normalen" auch pflegen - wirft uns irgendwann mal nicht mehr aus der Bahn. Vorausgesetzt, wir haben ein Stadium erreicht, in dem wir solche Versuche überhaupt erst "wagen" sollten. Damit meine ich eine lange Baclofenphase unter Abstinenz, damit unser Organismus die Chance hat, sich umzuorientieren.
Bevor der "Mapostel" jetzt doch nocht herausbricht, höre ich auf
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. Nur eins noch: In den oben genannten Situationen (und jede/r kann da für sich sicherlich ganz individuell noch etliche ergänzen) sollte Alkohol wirklich ein Tabu bleiben. Das funzt sonst nicht...
Papfl