Herzlich willkommen im Forum
. Schön, dass Du da bist
.
Als ich gerade Deine Vorstellung gelesen habe, musste ich spontan an unser Forenmitglied @Lisa denken. Wenn Du etwas Zeit hast, solltest Du unbedingt einen Blick in ihren Erfahrungs-Thread werfen.
Angst geht oft einher mit Suchtmittelabhängigkeit. Nicht selten ist sie sogar die Ursache. Betroffene suchen nach "etwas", um ihre Ängste auszuschalten. Alkohol oder Benzodiazepine (z. B. Alprazolam) können das. Machen aber abhängig. So rutscht man schleichend von einem Problem ins nächste.
Baclofen bietet hier gleich mehrere Vorteile. Es macht NICHT abhängig, und es gibt auch KEINE Toleranzentwicklung. Das heißt, es gibt keinen "Gewöhnungseffekt". Wenn Du einmal Deine persönliche Idealdosis gefunden hast, kann's dabei bleiben. Im Grunde ist das Finden der Idealdosis die einzige "Hürde", die man bei der Baclofen-Therapie nehmen muss. Sie ist von Patient zu Patient individuell verschieden, und es gibt bislang auch keine echten Hinweise darauf, warum das so ist. Auf jeden Fall scheint es nicht mit Körpergröße, Gewicht, Geschlecht, etc. zusammen zu hängen. Es gibt den 1,90-Meter Bären mit gut 100 Kilo, der mit 50 mg/Tag auskommt; und die zierliche 52-Kilo-Frau, die 150 mg/Tag braucht, um Erfolge mit dem Medikament zu erzielen.
Um die richtige persönliche Dosis zu finden, braucht es ein bisserl Geduld. "Höher, schneller, weiter..." ist bei der Baclofen-Therapie immer kontraproduktiv. Man muss sich langsam in kleinen Schritten an seine individuelle Idealdosis heran tasten. Dafür gibt es bewährte Dosierungstabellen. Zum Beispiel im oder im Forum.
In der richtigen Dosierung kann Baclofen das nachhaltig hemmen. Dazu kommt die anxiolytische ("angstlösende") und antidepressive Wirkung des Medikaments, die gerade in Deinem Fall von zusätzlichem Nutzen sein könnte.
Die besten Erfolge erzielt man mit Baclofen, wenn man abstinent beginnt. Das kommt - denke ich - bei Dir nicht in Frage. Anderthalb bis zwei Liter Wein pro Tag mehr oder weniger abrupt abzusetzen, wäre grob fahrlässig und gefährlich. Es bliebe die Methode "Alkohol langsam auszuschleichen" (also jeden Tag ein Glas Wein weniger oder auf Schorle umsteigen) und parallel dazu Baclofen in Anlehnung an den oben erwähnten Leitfaden bzw. die Tabellen langsam einzuschleichen. Da Baclofen und Alkohol vereinfacht gesagt biochemische Gegenspieler sind, dauert diese Methode etwas länger, kann aber letztendlich auch zum Erfolg führen.
Könntest Du Dir denn vorstellen, auf diesem Wege einzusteigen? Also Wein langsam runter, Baclofen langsam rauf?
Dann wäre der nächste Schritt, einen Arzt zu finden, der Dir das Medikament verschreibt. Du hast unsere bestimmt schon entdeckt
. Da wir unsere Arztadressen aus naheliegenden Gründen nicht öffentlich rausgeben, möchte ich Dich bitten, @DonQuixote (er verwaltet unsere Arztadressen) kurz mit einer anzuschreiben und ihm Deinen Wohnort samt Postleitzahl mitzuteilen. Er wird sich dann bei Dir mit allen Infos melden.
Einen ersten Überblick rund um das Medikament bietet unsere Rubrik , konkreter im und .
Was die Baclofen-Therapie von der traditionellen Suchttherapie unterscheidet, wird erklärt.
Lesenswert und aufschlussreich ist auch der Artikel , den man auch finden kann. Und natürlich das Buch . Der Kardiologe Olivier Ameisen war selbst betroffen und hat Baclofen als Therapieoption bei Abhängigkeitserkrankungen (wieder)entdeckt. Das Buch ist spannend zu lesen! Du kannst die E-Book-Version des Buches auch kostenlos über dieses Forum "ausleihen". Bei Interesse schreibe das bitte einfach in die Private Nachricht (PN) an @DonQuixote mit rein, wenn Du ihn um eine Arztadresse bittest.
In diesem Sinne einen guten Start wünscht
PapflStatistik: Verfasst von Papfl — 24. April 2016, 10:30
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