die Zitierfunktion probiere ich beim nächsten Mal aus, die ist mir noch nicht ganz geheuer, ich hoffe das ist ok.
„Kann man, muss man aber auch nicht witzig finden.“ – Humor ist wirklich das subjektivste was mir von allen menschlichen Phänomenen bisher so untergekommen ist

„Für was empfindest Du Mitleid. Das er sich bei 3 gut fühlt? Das ist doch eigentlich positiv...“
Leider nicht in seiner Selbstwahrnehmung. Wir sprechen im Durchschnitt jeden Tag 1-2 Stunden über unsere Gefühle und Empfindungen, und zusammengefasst belastet es ihn zusätzlich, dass er sich fast nie gut fühlt, fast nie glücklich, sondern bestenfalls nicht schlecht oder verzweifelt schlecht fühlt.
Mitleid empfinde ich dafür, dass er vor einigen Hürden steht die ich glaube überwunden zu haben (dafür hat er z.B. Mitleid gefühlt für meine Alkoholsucht die er überwunden hat).
Wir haben beide die gleichen Diagnosen und eine ähnliche Basis-Persönlichkeitsstruktur, ähnlich kaputtes Elternhaus… Charakterlich sind wir verschieden, Ernie (ich) und Bert (Er). Es tut mir eben leid dass ihn Dinge so runterziehen und verzweifeln lassen die an mir abperlen. Ich bin auch mal ausgelassen und glücklich, er meistens sorgenvoll und bedrückt. Ich finde Mitleid haben eben manchmal ein kompliziertes Konzept, das kann schnell auch etwas von oben herab wirken.
Schönen Sonntag und herzliche Grüße,
Maya