Ich beschreibe meinen Weg aus der Sucht, der mit den Worten „es ist kein Wunder und es fühlt sich auch nicht so an“ ganz gut umschrieben ist. Ich verbringe meine GGG – Zeit damit, die vielen Gs zu beschreiben, damit die, die ihren Weg noch vor sich haben, gewarnt sind, damit sie wissen, dass auch mit Baclofen „Das Ende meiner Sucht“ nicht auf einen Dienstag Nachmittag erledigt ist. Ich erzähle von meinen Hoffnungen, meinen Problemen und davon, wie ich sie gelöst habe oder wie ich versuchen will, sie zu lösen.
Dass ich immer noch nicht zufrieden abstinent bin, macht mich nun zum pösen Purschen, der bitte die Klappe zu halten hat, um „die Anderen“ nicht zu verwirren? Prima, dankeschön! Danke, dass Ihr Euch die Mühe gemacht habt, mal zu überlegen, was Eure Äußerungen auf dieser Seite des Rechners anrichten könnten. Glaubt Ihr tatsächlich, dass ich nach Ratschlägen wie „Du musst nur mal eine Entscheidung treffen und sie dann durchziehen“ mir die Hand vor die Stirn klatsche und sage “Ich Dummerchen, dass ich darauf nicht selbst gekommen bin“?
Dass ich auf meinem Weg von 800 Gramm Reinalkohol pro Woche auf sichere 200 gekommen bin, ist “seit Monaten keinen Schritt weiter“, ist keine Erzählung wert? Dass ich sie immer noch auf einen Rutsch zu mir nehme ist ein Problem, ich habe nie was anderes behauptet. Und dass ich zur Zeit mal wieder Schwierigkeiten habe, die Tage dazwischen zu überbrücken und Euch davon erzähle ist pseudophilosophisches Geschwafel? Nochmals: vielen, herzlichen Dank.
Dass das alles ausgerechnet in einem Thread passiert, der die negativen Folgen von Definitionsmacht und den Wert des Wortes als Waffe thematisiert, entbehrt allerdings nicht einer gewissen Komik.
WilloStatistik: Verfasst von WilloTse — 13. Juli 2012, 09:37
]]>